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Wer braucht schon Bing? :: pro webwork blog

Wer braucht schon Bing?

Zeit, mal wieder an einem Webmaster Friday teilzunehmen. Das Thema lautet:

Ist die Suchmaschine Bing wichtig oder überflüssig?

In SEO für Bing habe ich schon einmal die Hauptunterschiede zwischen Google und Bing zu beleuchten versucht. Schon damals war es schwierig, überhaupt nähere Informationen zu bekommen. Erst in diversen amerikanischen Blogs und Newslettern wurde ich dann fündig.

Allein diese Aussage zeigt schon, welchen Stellenwert Bing bei den Nutzern hat. Nämlich so gut wie keinen. Das sieht man auch daran, dass es kaum nennenswerte SEO Bemühungen gibt. Klar, wenn niemand Bing verwendet, warum sollte man darauf optimieren?

Warum ist Bing scheinbar so uninteressant?

Ganz klar – weil Google einfach besser ist. Google indexiert schneller, findet mehr Inhalte und liegt meiner Meinung nach auch im Long Tail Bereich deutlich vorne.

Das ist allerdings nur eine Betrachtungsweise aus der Sicht eines Webmasters, der versucht, seine Projekte besser zu platzieren. Wie sieht es als Nutzer aus?

Da muss man ehrlicherweise zugeben, dass nur wenig qualitative Unterschiede bestehen. Sicherlich ist der Algorithmus von Google ausgereifter und arbeitet besser aber ein durchschnittlicher User wird das was er sucht auch auf Bing finden.

Warum wird Bing dann aber so stiefmütterlich behandelt? Da muss sich jeder User an die eigene Nase fassen und für sich herausfinden, was ihm an Bing missfällt. Bei mir selbst sind das gleich mehrere Punkte, die mich davon abhalten Bing zu verwenden.

unglückliches Design

Da wäre als erstes das Design zu nennen. Bing sieht durch die Verwendung eines Hintergrundbildes aus wie eine „normale“ Website. Dabei ist gerade dieser schlichte weiße Hintergrund das Besondere, was für mich den Charme von Google ausmacht.

So scheint es auch vielen anderen Usern zu gehen (wir erinnern uns an den Sturm der Entrüstung der via Twitter verbreitet wurde, als Google kurzzeitig Hintergrundbilder verwendet hat).

Google kann mehr als Bing

Bei Bing habe ich immer das irrationale Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen. So als würde man mit Bing eben doch nicht „alle“ Informationen erhalten. Das ist zwar in erster Linie ein Marketing Problem aber zumindest bei mir zeigt es Wirkung.

Bing wer?

Der Bekanntheitsgrad von Bing ist erschreckend gering. Ich wette, würde man 1.000 Menschen auf der Straße befragen, ob sie mit dem Begriff Bing etwas anfangen können, würden mehr als 90% mit Nein antworten.

Also wieder das Marketing Problem. Aber genau darin sehe ich auch die Zukunft für Bing.

Microsoft könnte – wenn es wollte

Wie ich ihn SEO für Bing schon angemerkt habe, ist Microsoft ein expansionshungriges Unternehmen, welches im Web lediglich von seinem Gründer Bill Gates gebremst wurde. Die personellen und finanziellen Mittel, um eine ernst zu nehmende Google Konkurrenz zu werden sind jedoch fraglos vorhanden.

Sollte Microsoft irgendwann auf die Idee kommen, den Marktanteil bei Suchmaschinen zu vergrößern, dann wird das auch gelingen. Schaut man nämlich einmal auf die Zahlen, die Google vorlegt, bemerkt man schnell, dass es sich hier um ein durchaus lohnenswertes Geschäft handelt.

  • Google sitzt derzeit auf massiven Kapitalreserven in Höhe von etwa 24 Mrd. Dollar
  • Google hat als eines der wenigen Unternehmen das turbulente Jahr 2009 trotz Finanzkrise mit hervorragenden Zahlen abgeschlossen.
  • Für 2010 sieht es ähnlich positiv aus.
  • Im Geschäft mit der bezahlten Werbung geht man zukünftig von zweistelligen Wachstumsraten aus

Das muss bei Microsoft Begehrlichkeiten wecken. Dort blickt man neidisch auf den Kuchen, von dem man mit Sicherheit gerne ein Stück abhaben würde. Bis dato sind aber keine innovativen Ansätze in Sicht.

Hinzu kommt, dass Google Produkte oft schon in der Testphase stabiler laufen als so manches Microsoft Produkt nach dem final Release ;-) .

Es wird also schwer für Microsoft, an den Erfolg  von Google anzuknüpfen. Obwohl das dazu nötige Rüstzeug vorhanden ist, scheint man sich im Hause Bing nicht zu trauen. Das muss aber keinesfalls auf Dauer so bleiben.

Fazit

Bing ist derzeit nicht wichtig und definitiv überflüssig. Und solange sich am Bekanntheitsgrad der Suchmaschien nichts ändert, wird das auch so bleiben.

Abschreiben sollte man Bing aber trotzdem nicht. Denn gerade in Zeiten des viralen Marketings kann eine einzige Kampagne ausreichen, um den Marktanteil deutlich zu erhöhen.

Sofern Google keine allzu großen Fehler macht, wird zwar auch Microsoft nicht an deren Marktführerschaft rütteln können. Aber selbst ein bescheidener Ausbau des Marktanteils um 10% bedeutet schon einen Millionengewinn im zweistelligen Bereich.

Ich selbst nutze Bing so wie die meisten nicht. Sollte Microsoft aber irgendwann etwas einfallen, um mir Bing schmackhaft zu machen, ist auch ein Wechsel nicht ausgeschlossen. Warten wir einfach ab, was passiert…

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2 Kommentare zu „Wer braucht schon Bing?“

  • Tja, wir brauchen Bing nicht. Aber wir brauchen auch Google nicht. Vor 10 Jahren ging es prima ohne, heute kann und will sich keiner daran erinnern ;-)

    Ich habe Bing übrigens einige Wochen genutzt, weil Microsoft so ein tolles Bildersuchsystem eingeführt hatte. Allerdings ist Google wenige Zeit später nachgezogen, also bin ich zum Kraken zurückgekehrt. Bing ist irrelevant, aber hübsch anzusehen. Wie Paris Hilton ungefähr.

  • pw:

    Hehe, erinnern können schon, nur nicht wollen. Es war doch furchtbar, eine Seite zu finden, von der man nicht genau wusste, wie man sie schreibt.