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Social Medias sind überflüssig :: pro webwork blog

Social Medias sind überflüssig

Die Aussage ist wörtlich und im Sinne von Überfluss gemeint. Social Medias braucht man nicht. Weder für eine Website, noch für Blogs oder ein beliebiges anderes Internet Business.

Dass Social Medias durchaus Spaß machen können und ab und an sogar nützlich sind, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Um Missverständnisse von vornherein zu vermeiden, möchte ich darauf hinweisen, für wen dieser Artikel geschrieben wurde. Er wurde geschrieben für Shop-Betreiber und Affiliates, denen es darum geht, Produkte zu bewerben und zu verkaufen. Er hat keine Bedeutung für Blogger, die sich über Ihren Blog auch privat mitteilen und austauschen wollen.


Social Medias sind eine hochgradig spannende und sehr oft auch lustige Angelegenheit. So manches Projekt ist dadurch schon von Null auf Hundert geschossen worden. Wieder andere haben die Produktivität ihrer Projekte erst durch Social Media richtig ausgereizt.

Wenn es so läuft, sind Social Medias ein Geschenk. Aber in der Regel läuft es nicht so. Es sind ganz oft Zufallstreffer, auf die im Geschäftsbetrieb wirklich niemand bauen sollte.

Erst wenn diese Effekte bewusst geplant und gesteuert werden können, haben sie ihre Daseinsberechtigung. Will man eine Social Media Präsenz aufbauen, die solche Ergebnisse gezielt hervorbringt, ist das für 95% der Marktteilnehmer aber zu teuer und zu zeitaufwändig.

Social Medias sind zusätzliche Kommunikationsmittel und das Attribut „zusätzlich“ sagt aus, dass bereits etwas vorhanden ist, was denselben Zweck erfüllt.

Social Medias sind überflüssig

Es wird oft der Eindruck erweckt, man könne im Onlinemarketing nicht erfolgreich sein, ohne in Social Medias aktiv zu sein. Das stimmt so natürlich nicht. Kein Affiliate Projekt und kein Shop ist auf Social Media angewiesen. Im Gegenteil.

Wenn überhaupt, dann brauchen social Medias Blogs. Oder Websites. Oder andere Publikationen, die sich über einen Link verteilen lassen.

Schaut man sich zum Beispiel Twitter genauer an, stellt man relativ schnell fest, dass es hauptsächlich dazu genutzt wird, um auf interessante Inhalte irgendwo im Web hinzuweisen. Wenn da keine sind, wird Twitter sinnlos.

Klar, mit nur 140 Zeichen ist es nahezu unmöglich, irgendwelche Inhalte zu vermitteln. Ähnlich sieht es mit Facebook oder Xing aus.

Wer jetzt protestiert und anführt, dass man sehr wohl auf Facebook oder Xing Inhalte publizieren kann, dem sei folgendes gesagt.

Natürlich kann man Inhalte produzieren. Allerdings nicht in der Art und Ausprägung von gängigen Internetpublikationen. Zudem muss man sich im Regelfall registrieren, um  vollen Zugriff auf die Inhalte zu haben.

Social Medias wollen ein „Web im Web“ sein. Und machen sich damit überflüssig. Man kann das Web nicht nochmal erfinden, denn es existiert schon.

Der (angebliche) Nutzen von Social Media

Als Vorteile von Social Media gelten

  • Mehr Traffic
  • größere Reichweite
  • Vernetzung

Schauen wir uns diese Vorteile einmal genauer an.

Mehr Traffic

Sollte es so sein, dass über SM mehr Traffic kommt, dann möchte ich gerade bei Blogs behaupten, dass dieser Traffic lediglich dem vorgreift, der größtenteils über Suchmaschinen, Feedreader, Newsletter und andere Blogs sowieso gekommen wäre.

Durch den Hype der Social Medias werden Inhalte nunmal vermehrt darüber verbreitet. Das passiert aber auch ohne aktive Teilnahme daran. Man muss nicht selbst fünf verschiedene Konten pflegen, um von diesem Effekt zu profitieren.

Weiterhin ist es interessant zu beobachten, was dieses „Mehr“ an Traffic bringt. Und da wird man sehr schnell feststellen, dass der Ertrag kaum erwähnenswert ist.

Denn was viele vergessen: Es hat nicht die Zahl der “Inhalte-Verbreiter” zugenommen, sondern lediglich die Zahl der Möglichkeiten ;-) .

Erst wenn sich aus diesem Traffic eine deutliche Steigerung der Einnahmen ergibt, macht ein Engagement Sinn. Und selbst dann sollte zunächst überprüft werden, ob eine Investition in SEO oder SEA nicht vielleicht ertragreicher wäre.

Größere Reichweite

Möglich. Je nachdem, wie ein Projekt ausgerichtet ist, kann sich durch SM die Reichweite durchaus steigern. Das setzt allerdings eine zeitaufwändige Pflege des Accounts voraus.

Bei mehreren Projekten ein Unding. Jede Adwords Kampagne – und sei sie noch so schlecht gemacht – dürfte da billiger und effektiver sein.

Vernetzung

Lächerlich. SM hat wenig bis nichts mit Vernetzung zu tun. Wobei hier Vernetzung nicht mit tollen Aktionen oder lockerer Interaktion verwechselt werden darf. Dazu habe ich aber schon in einem anderen Artikel Stellung bezogen.

In Social Media als Netzwerk – wie viel davon ist wirklich Networking? bin ich darauf eingegangen, dass soziale Netze im Web kein Networking im eigentlichen Sinn darstellen.

Fazit

Zusammenfassend könnte man sagen, dass das Web selbst  die offene, allgemeine Schnittstelle für den Informationsaustausch ist und Emails stellen die eigenen, persönlichen Schnittstellen dar.

Social Medias sind irgendwo dazwischen positioniert. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass man sie nicht zwingend braucht.

Nun muss man natürlich differenzieren und nochmal darauf hinweisen, aus welcher Sicht dieser Artikel geschrieben wurde.

Wer nur privat und zum Spaß Inhalte veröffentlicht und Social Medias hauptsächlich zur Informationsbeschaffung nutzt, für den erfüllen sie durchaus ihren Zweck.

Wer sich aber im Onlinemarketing bewegt, kann sich Social Medias schon zeitlich gar nicht erlauben. Denn schlecht gepflegte SM Accounts schaden eher als sie nutzen und gut gepflegte kann man nicht mal eben so nebenbei betreiben.

Auch wenn sogenannte Gurus das Gegenteil behaupten – im Onlinemarketing kommt es neben der strategischen Ausrichtung auf drei Dinge an.

  • SEM
  • CRO
  • Reputation

Social Medias müssen dabei keine Rolle spielen. Sie können, wenn alles andere abgearbeitet ist, eine Ergänzung sein. Vorher braucht man sie nicht (nochmal: abgesehen vom Spaß und der eigenen Informationsgewinnung).

Sinnvolle und nützliche Kommunikations- und Marketingmittel

Netzwerke waren im Geschäftsleben schon immer essentiell. Deshalb gab es auch im Internet von Anfang an Kommunikationsmittel, die hervorragend im Business eingesetzt werden konnten.

Zunächst war das die Email und später dann Skype. Das hat sich bis heute nicht geändert. Social Medias sind zwar auch vertreten; allerdings sollte niemand glauben, dass irgendein Entscheider seine Kommunikation darauf stützt.

Im Gegenteil, er bewegt sich in der Regel kaum oder gar nicht in ihnen. Kommunikation im Business läuft auf anderen Ebenen ab.

Da wäre an erster Stelle nach dem persönlichen Kontakt das Telefon zu nennen. Soll es die Schriftform sein, greift die Email. Geht es um schnellen Austausch oder kleine Konferenzen, wird Skype verwendet. Andere Netzwerke sucht man vergebens.

Ich könnte sofort auf alle sozialen Netzwerke verzichten – keinesfalls jedoch auf die Email. Neben dem Telefon ist das die schnellste, sicherste und effektivste Form des Informationsaustauschs. Auch und gerade mit Kunden.

Alles andere ist nur die zweite Garde. Der Bodensatz der Kommunikation sozusagen. Jetzt werden wieder einige schlucken und sich vielleicht sogar angegriffen fühlen. Aber es ist die Wahrheit.

Ich will wirklich niemandem zu nahe treten. Aber rufen wir uns doch in Erinnerung, worum es im Onlinemarketing geht. Um ein Geschäft, um Umsatz. Dem liegen aber klar definierte Regeln zugrunde. Und beim besten Willen, in diesen Regeln tauchen nirgendwo Social Medias auf, sorry.

Ich betone nochmal: wer erfolgreich ein Geschäft betreibt, hat keine Zeit für die professionelle Pflege von SM Accounts. Diese Aufgabe sollte delegiert werden. Entweder an Mitarbeiter oder an eine externe Agentur.

Würden so manche Affiliates oder Shop-Betreiber ihre an Twitter, Facebook & Co. verschwendete Energie lieber auf die CRO konzentrieren, ihr Verdienst würde sprunghaft ansteigen.

Nutzen von SM (und wann sie doch nützlich sind)

Erst wenn man genau weiß, warum etwas unnütz ist, weiß man auch genau, wann man es trotzdem einsetzen sollte.

Natürlich gibt es Zeiten, in denen Social Medias nützlich sind. Produktvorstellungen, Status Updates zu großen Kampagnen oder auch als Mittel zur Krisenbewältigung. Auch das Publikmachen von Blogbeiträgen lässt sich via SM unterstützen.

Dieser Service kostet wenig Zeit und Aufwand und informiert die eigenen Follower oder „Freunde/Fans“ als erste. Zumindest ich freue mich, wenn ich von Leuten, denen ich folge, auf ihre aktuellsten Publikationen aufmerksam gemacht werde.

Kurzum, alles was wenig Zeit und Aufwand erfordert, ist erlaubt. Und das versenden eines Tweets sollte nun wirklich kein großer Aufwand sein. Mit entsprechenden Plugins lässt sich das sogar automatisieren.

Das alles hat jedoch wenig mit professionell gepflegten SM Konten zu tun, die der Umsatzsteigerung dienen. Diese sind enorm zeit- und kostenaufwändig und sollten erst am Ende eines erfolgreichen Projektes in Angriff genommen werden.

Oder anders ausgedrückt, wenn ein Projekt soviel abwirft, dass eine passende Social Media Präsenz daraus finanziert werden kann, macht es Sinn, für den weiteren Ausbau einen Teil vom Gewinn zu reinvestieren, um den Gesamterfolg noch zu steigern.

Der aktuelle Webmaster Friday nimmt sich übrigens ebenfalls dieses Themas an und fragt „wie viel Social Media braucht ein Blog“? Einfache Antwort: Null.

Wie immer wünschen wir viel Erfolg bei der Online Arbeit…

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1 Kommentar zu „Social Medias sind überflüssig“

  • Andy:

    Hallo,
    ich stimme da voll zu, Social Media muss nicht unbedingt mehr Ertrag bringen. Mehr Traffic lässt sich schnell erzielen, das ist möglich. Gerade mit Facebook kann man schnell mal viele Besucher erreichen, doch dauerhaft muss man Arbeit reinstecken um diesen Traffic zu erhalten. Dann bleibt die Frage ob dieser Traffic mehr Ertrag bringt. Wenn ich Gartenhäuser verkaufe aber die Leute, die den Traffic bringen nicht daran interessiert sind bringt mich das nicht weiter.