Sinnvolle WordPress Plugins für SEO, CMS und Design

WordPress wird ja gerade wegen seiner Erweiterungsmöglichkeiten in Form von Plugins von vielen Webmastern sehr geschätzt.

Nun interessiert sich der aktuelle Webmasterfriday für die Plugins, welche einzelne Blogger im Einsatz haben.

Eisy hat sich zwischenzeitlich sogar die Mühe gemacht, alle bisher erschienenen Beiträge zu lesen und die von den Bloggern verwendeten Plugins aufgelistet. Herausgekommen ist eine Plugin Liste, die (fast) keine Wünsche offen lässt.

Eisy ist auch schuld daran, dass meine eigene Liste der verwendeten Plugins schon veraltet ist, noch bevor dieser Artikel veröffentlicht wird. Durch seinen Artikel zum WMF, den er gleichzeitig auch für die Blogparade von Blogtrainer.de ins Rennen wirft,  bin ich nämlich auf das Fluency Admin Plugin aufmerksam geworden, welches nun das bisher eingesetzte CMS Dashboard ersetzt.

WordPress Plugins – wann und wie viele?

Es ist ja bekannt, dass zu viele Plugins die Performance beeinträchtigen können. Ein Umstand, der gerade vor dem Hintergrund, dass Geschwindigkeit ein Ranking Kriterium sein könnte, einfach lästig ist.

Aber selbst wenn das nicht wichtig wäre, macht es schon aus Gründen der Usability Sinn, auf eine reibungslose Funktionalität im Blog zu achten.

Deshalb die klare Aussage: so wenige Plugins wie möglich und so viel wie nötig. Dabei urteile ich nach zwei Kriterien, ob ein Plugin eingesetzt wird oder nicht.

Abhängigkeit von einem Plugin

Plugins, von denen man für alle Zeit abhängig ist, weil sie beispielsweise in die interne Linkstruktur eingreifen, kommen nicht zum Einsatz. Die Gefahr, dass ein Plugin nicht mehr weiter entwickelt wird und somit nach einem zukünftigen WordPress Update nicht mehr kompatibel ist, ist mir zu groß.

Häufigkeit der Verwendung

Wenn ich weiß, dass ich eine bestimmte Funktion oder ein Feature dauerhaft haben möchte, dann verzichte ich auf Plugins und verändere das Theme händisch. Ein Beispiel dafür könnten farbig hervorgehobene Admin Kommentare sein.

Wenn ich aber im Voraus schon weiß, dass ich bestimmte Bereiche oft und gerne verändere, dann macht es keinen Sinn, händisch ins Theme einzugreifen. Hier kommen dann Plugins zum Einsatz. Ein Beispiel dafür könnte das weiter unten vorgestellte Page Theme Plugin sein.

Ansonsten kommen auf diesem und anderen Blogs folgende Plugins zum Einsatz. Ich liste allerdings nur etwas unbekanntere auf, da fast alle anderen schon in anderen Blogs angesprochen wurden. Einzige Ausnahme: wpSEO! Das muss ich auflisten. Erstens weil ich so einen Partnerlink unterbringen kann ;-) und zweitens, weil es tatsächlich das beste SEO Plugin für WordPress ist.

Hier also meine Plugin Empfehlungen

wpSEO – Mein Favorit und ganz klar auf Platz Eins. Was dieses Plugin an Arbeit abnimmt, ist enorm. Im Bereich SEO für WordPress gibt es nichts Vergleichbares und auch nichts Besseres. Es lohnt sich, die 20 Euro in die Hand zu nehmen und wpSEO zu kaufen. Auch oder gerade weil Sergej Müller einen exzellenten Support bietet (schläft der eigentlich auch mal?).

Widget Logic – Das ist ein extrem nützliches Plugin was leider nicht den Bekanntheitsgrad hat, den es verdient. Mit Widget Logic kann man bestimmen, welches Widget auf welcher Seite angezeigt werden soll.

Will man beispielsweise ein Werbebanner in der Sidebar nur dann einblenden, wenn es zu einem Beitrag passt, weist man via Widget Logic das Widget einer bestimmten Seite oder einem Artikel zu.

Das geht ganz einfach. Nach der Installation fügt Widget Logic jedem Widget ein zusätzliches Eingabefeld bei, über welches man die Anzeige durch Angabe der Seiten ID steuern kann.

140follow – Das etwas andere Anti Spam Plugin. Wie viele andere bin ich überzeugter Anhänger von dofollow Links und sehe nicht ein, warum ich jemanden, der einen sinnvollen Kommentar abgibt, mit nofollow bestrafen soll – Trust Weitergabe hin oder her.

Aber genauso kann ich Kommentare wie „Toller Beitrag, weiter so“ nicht leiden. Händische Kontrolle ist mir zu viel Arbeit, weswegen das nofollow Case by Case-Plugin auch nicht in Frage kommt. Also was tun?

Genau hier kommt  140follow zum Einsatz. Es sorgt dafür, dass Kommentare mit weniger als 140 Zeichen automatisch mit nofollow versehen werden.

Wer mehr schreibt, erhält einen dofollow Link. Auf das Plugin bin ich seinerzeit bei Jonas gestoßen und setze es seitdem ein. Dass sein Beitrag bis heute einer der meist kommentierten ist zeigt, wie beliebt dieses Thema ist.

Page Theme – ein weiteres Design Plugin. Damit lassen sich einzelnen Seiten oder Artikeln unterschiedliche Themes zuweisen. In der Artikel- oder Seitenübersicht wird eine neue Spalte eingefügt, mit der man jedem Artikel und jeder Seite das gewünschte Theme zuweisen kann.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass mehr als ein Theme installiert ist. Gibt man nichts ein, wird nach wie vor das Standard Theme verwendet. Ein Spitzenplugin, das richtig Spaß macht.

Link to post – Ein Plugin, auf das ich erst vor kurzem bei Perun aufmerksam geworden bin. Er verwendet es hauptsächlich für Seiten in WordPress aber es verrichtet auch bei Artikeln hervorragend seinen Dienst.

Nach der Installation erscheint im Editor über der Texteingabe ein neuer Button. Wenn man einen Text oder ein Bild markiert, wird dieser anklickbar. Nach dem Klick erschein dann eine Maske, auf der man einfach aus dem Backend heraus auf einen schon bestehenden Artikel verlinken kann.

WP CleanFix – etwas technischer wird es mit diesem Plugin. WP CleanFix ist Quasi die Putzfrau des Blogs und macht dadurch das System schneller. Ob Papierkorb leeren, Spam Kommentare endgültig löschen, Datenbank Tabellen aufräumen oder nicht verwendete Tags und Kategorien löschen – all diese Aufgaben erledigt WP CleanFix zuverlässig.

Auch die lästigen Revisions von Seiten oder Artikeln lassen sich mit dem Plugin komfortabel entfernen. Wie bei allem, was auf die Datenbank zugreift gilt auch hier: vorher unbedingt Backup durchführen!

CMS Dashboard – kommt seit Eisys eigener Liste dank Fluency Admin nun nicht mehr zum Einsatz. Da bei mir Projekte strikt voneinander getrennt sind, verwende ich auch ein eigenes Backend für jedes Projekt. Da tut Übersicht not.

Eine MU Steuerung liegt mir nicht und ist bislang auch nie notwendig gewesen. Als Fan eines aufgeräumten Backends habe ich bisher CMS Dashboard verwendet. Es fügt große Symbole ins Backend ein, über die man zu den einzelnen Bereichen wie Links, Seiten oder Artikel gelangt.

Wirkt sehr übersichtlich und aufgeräumt. Nach einem halben Tag testen habe ich es jedoch zugunsten von Fluency Admin ersetzt.

Where did they go from here – dieses Plugin ist eine Alternative zum related Post Plugin. Meines Erachtens nach sogar besser. Denn ähnlich wie man es von Online Shops kennt, fügt es unter jedem Artikel den Zusatz an „Leser dieses Beitrages interessierten sich auch für…“.

Die Seiten Verweildauer kann sich spürbar verlängern und die Usability verbessert sich. In der Artikel- und Seitenübersicht lässt sich sehr schön anhand der ID`s verfolgen, wohin sich die Besucher von der jeweiligen Seite aus bewegen.

So, das war mein Scherflein, was ich zum Thema Plugins beizutragen hatte. Vielleicht ist ja für den einen oder anderen etwas Brauchbares dabei gewesen. Wenn ja, würde ich mich über Feedback in den Kommentaren freuen.

Share

3 Kommentare zu „Sinnvolle WordPress Plugins für SEO, CMS und Design“