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Preise im Webdesign – Unterschied zwischen Qualität und Hobby :: pro webwork blog

Preise im Webdesign – Unterschied zwischen Qualität und Hobby

Wenn es stimmt, dass Qualität einhergeht mit hohen Preisen, dann muss die Frage erlaubt sein, warum so viele Hobby Webdesigner und SEO`s immer noch ihr Unwesen treiben. Nun ist es aber so, dass jedes Angebot nur so lange Bestand hat, wie es einen Markt dafür findet.

Wer schon einmal eine Homepage in Auftrag gegeben hat, der weiß was das kostet. Um mal eine durchschnittliche Zahl in den Raum zu stellen:

  • neuer Internetauftritt ohne Flash und sonstige Spielereien
  • 20 Seiten
  • durchgängiges Layout
  • SEO Basics
  • Newsletter Modul
  • Kontaktformular
  • Volltextsuche

Nichts spektakuläres also. Trotzdem wird man etwa €2.500,- dafür veranschlagen müssen (exkl. MwSt). Und das ist eher noch an der unteren Preisgrenze angesiedelt. Bilder zum Beispiel würde man hier vergeblich suchen und von SEO wollen wir an der Stelle gar nicht erst sprechen.

Gute Leistung kostet gutes Geld. Das war schon immer so und wird von den meisten Kunden auch mitgetragen. Schließlich will man gerade bei einem so empfindlichen Thema wie der eigenen Website einen Partner, der auch Morgen noch existent und für einen da ist. Dazu muss dieser aber auch anständig entlohnt werden.

Nun gibt es auch Zeitgenossen, die eine solche Leistung für pauschal €500,- anbieten. Da hört der Spaß in aller Regel auf. Jedenfalls dann, wenn es sich um einen Unternehmens-Webauftritt handelt. Nicht nur dass die Qualität oft zu wünschen übrig lässt, können die Ergebnisse solcher Angebote auch geschäftsschädigend sein. Wie will ein Hobby Webdesigner beispielsweise den Vermögensschaden eines Unternehmens begleichen, wenn deren Online-Shop nicht mehr läuft? Mit der Privathaftpflichtversicherung wird es da unter Umständen eng.

Dazu kommt, dass neben vernünftigem Design, was nur begrenzt eine Frage des Geschmacks ist, SEO, Usability und Marketingorientierung einer Web Präsenz eigene und voneinander unabhängige Bereiche sind. Jeder davon bietet genügend Herausforderungen, um ihn eigenständig als Beruf auszuüben. Somit ist allein die Vorstellung, dass dies alles von einer Person geleistet werden könnte, utopisch.

Wie kommen Dumping Preise zustande?

Erschöpfend wird man diese Frage nicht beantworten können aber die üblichen Verdächtigen sind

  • Branchenverwandte Firmen, die von Webdesign zwar wenig bis gar keine Ahnung haben, diesen Bereich aber unbedingt auch anbieten wollen.
  • Unternehmen, denen es finanziell schlecht geht und die den Auftrag unbedingt brauchen.
  • Schüler und Studenten, die sich etwas hinzu verdienen wollen

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass überhaupt nichts dagegen spricht, wenn kleinere Projekte von zum Beispiel Studenten oder “Ausprobierern” durchgeführt werden. Oft werden so nämlich Talente entdeckt, die dann an die nächsten, größeren Projekte professioneller heran gehen. Vielleicht entwickelt sich daraus auch der Wunsch, beruflich in diese Richtung zu gehen und dann sind solche Projekte als Referenz natürlich hilfreich.

Dazu kommt, dass viele Websites ohne die Experimentierfreude so mancher Schüler gar nicht existieren würden. Ich denke dabei an Vereine, kleine Hilfsorganisationen, etc… . Das ist völlig in Ordnung und eine mögliche Bezahlung kann bestenfalls als Aufwandsentschädigung betrachtet oder als eine Art ehrenamtliche Tätigkeit gesehen werden.

Das Verständnis findet allerdings ein jähes Ende, wenn Firmenkunden, die keine Ahnung vom Thema haben aufgrund von Dumpingpreisen solche Angebot annehmen. Bis sie dann merken, dass dies die falsche Entscheidung war, ist das Kind längst in den Brunnen gefallen. Schade nur, dass darunter dann der Ruf der ganzen Branche leidet.

Was wiederum kein Wunder ist. Oft wird ja suggeriert, dass dumm ist, wer zuviel bezahlt. Und wer möchte schon dumm sein. Viele uninformierte Kunden denken deshalb, derart niedrige Preise wären die Norm. Wie oft habe ich schon die Frage gehört “Wieso ist das so teuer? Ich hab da nen Bekannten, der macht mir das für die Hälfte.”

Habe ich mir früher noch die Zeit genommen, dem Kunden zu erklären, warum Qualität ihren Preis hat, winke ich heute größtenteils ab und sage nur: “prima, dann machen Sie das so”.

Qualität im Webdesign hat ihren Preis

Einfach weil ein immenses know how vorhanden sein muss – jedenfalls wenn es sich um eine marketingorientierte Website handelt. Verschiedene Fachbereiche müssen koordiniert und perfekt miteinander vernetzt werden. Haftungsrisiken müssen beachtet werden und so weiter und so fort.

Den Kunden auch Morgen noch betreuen können, sich regelmäßig mit ihm besprechen, um Fehler frühzeitig zu erkennen, Beratung über die Art und den Einsatzzweck einer Website leisten zu können, bedeutet einen Aufwand, der schon bei kleineren Projekten nicht mehr von einer Person alleine zu bewältigen ist. Was passiert bei einem Ausfall durch Krankheit oder Tod? Wer übernimmt die weitere Betreuung? Im Idealfall sollte ein Kunde solch ein Szenario nämlich gar nicht bemerken.

Auch die Verantwortung, die mit marketingorientiertem Webdesign einhergeht, sollte nicht unterschätzt werden. Wenn ein Unternehmen investiert, weil es den Ausführungen des Webdesigners glaubt, entsteht vielleicht ein neuer Unternehmenszweig, der auch neue Arbeitsplätze schafft; Stichwort Contentmanager zum Beispiel. Da sollte man wissen, wovon man spricht.

Fazit – billig können Sie sich nicht leisten

Professionelles Webdesign kostet Geld. Und bezahlen wird man selbiges so oder so. Entweder direkt bei der Erstellung, um von Anfang an alles richtig zu machen – oder eben hinterher, um die entstandenen Fehler zu beheben. Wofür auch immer Sie sich entscheiden, ich wünsche jedenfalls

viel Erfolg bei der online Arbeit…

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