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Jede Seite ist eine Landingpage

Die klassische Landingpage kennt jeder. Ob im Shop, innerhalb einer Website oder für sich alleinstehend – ohne eine Landingpage geht es im Onlinemarketing nicht.

Ziel einer Landingpage ist es, den Besucher zu einer bestimmten Aktion zu animieren. Dies kann ein weiterführender Klick zu einem Shop sein oder auch eine Kaufhandlung  auf der Landingpage selbst.

Was ist mit allen anderen Seiten?

Während die Landingpage von Anfang an als solche konzipiert ist, ist das beim restlichen Content nicht der Fall. Dank Suchmaschinen und diversen anderen Marketing Kanälen „landen“ Besucher aber auch auf diesen Seiten. Sind sie nicht optimiert, verschenkt man eine Menge Potential.

Was tun mit solchen Seiten? Wie findet man sie überhaupt und ab wann lohnt sich eine Überarbeitung? Dieser Artikel soll aufzeigen, wie man mit solchen potentiellen Landingpages  umgehen und sie im Nachhinein zu Landingpages machen kann.

Wie findet man eine potentielle Landingpage?

Das ist der einfachste Part und erfolgt unspektakulär mit einem Web Analyse Tool. Das muss nicht gleich ein kostenpflichtiges Tool wie etracker sein. Kostenlose Alternativen wie Google Analytics oder Piwik tun es auch.

In deren Statistiken schaut man einfach nach, mit welchen Keywords Besucher auf welchen Seiten landen. Sollte sich dabei herausstellen, dass mit bestimmten Keywords regelmäßig Besucher auf Seiten landen, mit denen sie nichts anfangen können, sind diese geeignete Kandidaten für eine Optimierung.

In der Regel sind das Seiten mit geringer Verweildauer und hoher Absprungrate. Man sollte sich die Seiten aber sehr genau anschauen. Denn eine hohe Absprungrate muss nicht zwingend negativ sein.

Wenn eine Affiliate oder Presell Page hohe Absprungraten hat und der Besucher wie vorgesehen zum Merchant oder Shop surft, ist alles in bester Ordnung. Genauso in Ordnung ist es, wenn ein User nach einer Information sucht, diese auf der Seite findet und sie dann wieder verlässt. Auch hier ist eine hohe Absprungrate zwar nicht schön aber vollkommen in Ordnung und nachvollziehbar.

Im hier vorgestellten Fall suchen wir nach Seiten, auf die folgende Punkte zutreffen:

  • Die Seite hat eine hohe Absprungrate (mehr als 60%)
  • Die Verweildauer auf der Seite ist sehr gering (unter einer Minute)
  • Der Content passt nicht so recht zur Suchanfrage (eigenes Ermessen)

Ab wann lohnt sich die Optimierung?

Zunächst einmal braucht es verlässliche Daten, die wenigstens über zwei bis drei Monate gesammelt werden. Damit sie einigermaßen aussagekräftig sind, sollte auch der zugrunde liegende Traffic eine entsprechende Größe aufweisen.

Was „Größe“ im Zusammenhang mit Traffic bedeutet, lässt sich leider nicht eindeutig festlegen. So sind 150 Besucher am Tag für einen Shop oder Affiliate eher dürftig. Für ein lokal operierendes Unternehmen kann das aber schon eine ganze Menge sein. Hier sind immer auch ein Stück weit der gesunde Menschenverstand und entsprechende Sachkenntnis gefragt.

Ab wann sich eine Überarbeitung einer potentiellen Landingpage lohnt, kann man einigermaßen sicher an Faktoren wie der Conversion Rate und dem daraus resultierenden Umsatz festmachen.

Konvertiert ein Shop beispielsweise mit 1,5% und gelangen am Tag durchschnittlich zwei Besucher auf eine solche potentielle Landingpage, dann sprechen wir von 0,9 Käufen im Monat. Liegt der erzielte Umsatz nun bei € 2,50 pro Verkauf, dann sprechen wir von € 27,- Umsatz im Jahr!

Eine Überarbeitung rechnet sich in diesem Fall selbst bei niedrigsten Stundensätzen nicht.

Anders sieht es dagegen aus, wenn jeden Tag fünf Besucher aufschlagen, die Conversion Rate bei 3% liegt und der durchschnittliche Umsatz € 12,50 beträgt. Mit den jährlich zusätzlich so erzielbaren € 675,- Umsatz lassen sich ein bis zwei Stunden Aufwand rechtfertigen.

Zugegeben, wirkliche Freude bereiten die Zahlen gestandenen Shop Betreibern sicherlich nicht. Aber es sollen sich hier auch Affiliates und Shop Betreiber angesprochen fühlen, die mit Ihren Projekten noch am Anfang stehen und eben nicht über massig Traffic verfügen. Das Prinzip bleibt ohnehin das gleiche. Letzten Endes geht es immer um die Frage von Input und Output. Also was muss investiert werden und mit welchem Ertrag ist zu rechnen.

Wie aus einer normalen Inhaltsseite eine Landingpage wird

Das gestaltet sich teilweise recht schwierig. Denn nicht selten wird man feststellen, dass „langweilige“ Seiten wie FAQ oder Referenzen zu den potentiellen Landingpages gehören. Bei älteren Projekten ist das zwar seltener der Fall aber gerade in der Anfangszeit sind die ersten starken Links die man bekommt, die von Partnern und Kunden. Und worauf die zeigen, das rankt.

Wenn also Kunden oder Lieferanten nicht auf die Startseite, sondern auf die Seite verlinken, auf der sie selbst genannt werden (wie beispielsweise FAQ oder Referenzen/Partner), kann das mitunter dazu führen, dass diese Seite auch verstärkt für bestimmte Keyword-Kombis rankt.

Ein anderes Problem sind die Blogs. Content stark wie sie nun mal sind, ranken sie für alles Mögliche. Was auch völlig in Ordnung ist, denn genau aus dem Grund werden sie in aller Regel auch betrieben. Sind die Rankings dann aber da, muss das Ziel natürlich sein, sie in Umsatz umzuwandeln.

Natürlich ist der Königsweg der, die vorhandenen Rankings an die Seite weiterzugeben auf der tatsächlich der Verkauf stattfindet. Manchmal gelingt das aber einfach nicht. Namentlich dann, wenn die Stärke der rankenden Seite zwar für das Ranking selbst ausreicht, nicht aber um sie auf die eigentliche Landingpage zu übertragen.

Ist dies der Fall, muss die betreffende Seite eben selbst zur Landingpage werden. Um dies zu erreichen, können verschiedene Maßnahmen durchgeführt werden.

Kontextsensitive Werbung (Adsense)

Die wohl schlechteste Alternative und das Mittel der Wahl, wenn alles andere nicht funktioniert. Das eigentliche Problem einer potentiellen Landingpage ist ja, dass Besucher mit bestimmten Erwartungen auf diese Seite gelangen, die dann aber nicht erfüllt werden. Bevor der Besuch nun völlig ergebnislos abgebrochen wird, könnte man versuchen, dem Besucher wenigstens noch etwas Mehrwert zu bieten, indem man themenrelevante Werbung einblendet.

Banner im Content

Eigentlich möchte man den Besucher ja auf einer völlig anderen Seite haben. Aus dem Keyword kann man nun in etwa ableiten, wonach er gesucht hat. Diese Motivation lässt sich optisch ansprechend und mit einer verkaufsfördernden Werbe-Botschaft in einem Banner manifestieren.

Dazu sollte man natürlich wissen, wie sich Besucher auch auf der betreffenden Seite verhalten. Dies lässt sich ganz leicht nachvollziehen, indem man so genannte Mouse-Tracking-Software verwendet. Damit können die Mausbewegungen und das Scrollverhalten eines Besuchers optisch nachvollzogen werden. Wir verwenden für unsere Projekte und Kunden zum Beispiel →Clicktale, welches man auch kostenlos testen kann.

Eine entsprechende Datenmenge vorausgesetzt, erfährt man auf diesem Weg, welcher Bereich der Seite der am meisten fokussierte ist. Ein Banner an dieser Stelle platziert, dürfte zu recht ordentlichen Klickraten führen.

Banner in der Sidebar

Manchmal ist es optisch nicht vertretbar, ein Banner innerhalb des Contents zu platzieren. Eine dankbare Alternative hierzu ist die Sidebar.

Auch hier kann man mit einem Banner wieder die Seite bewerben, auf der man den Besucher zu dem Keyword eigentlich gerne hätte. Zwar sind selbst kreierte Banner immer die bessere Lösung, zur Not tut es aber auch wie im Falle von Affiliates ein Werbebanner vom Merchant.

Inhalte ausbauen

Eine weitere Möglichkeit, um aus einer normalen Seite eine Landingpage zu machen, ist die Umgestaltung von Content und Design.

Hier ist allerdings viel Fingerspitzengefühl erforderlich. Nicht jede Änderung am Content bringt – geradeaus SEO-Sicht – positive Ergebnisse. Bestehende Inhalte deshalb am besten gar nicht verändern – und bei den neu hinzukommenden sollten Onpage Faktoren in Bezug auf das jeweilige Keyword beachtet werden.

Dröge FAQ und Referenzseiten lassen sich mit ein bisschen gestalterischer Phantasie durchaus zu einem Hingucker entwickeln, der den Besucher wenigstens solange auf der Seite hält bis er die Chance hat, das zu entdecken von dem man gerne hätte dass er es entdeckt.

Dazu können neben Bildern und Text auch Videos verwendet werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Verweildauer zu erhöhen, um die Chance zu erhalten, den Besucher auf die eigentlich gewünschte Landingpage zu lenken.

Fazit

Die einzelnen Punkte sind bewusst neutral gehalten, weil es eben nicht den besten Weg gibt. Bei einer Landingpage hilft nach wie vor nur testen, testen und nochmals testen. Der Weg zum Ziel ist sicherlich mühsam aber er lohnt sich. Vor allem wenn man mehrere solche Seiten ausfindig macht und optimiert, kann das daraus resultierende Ergebnis am Jahresende ein nettes Umsatzplus ergeben.

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