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Generische Suchbegriffe als Sprungbrett für den Longtail :: pro webwork blog

Generische Suchbegriffe als Sprungbrett für den Longtail

Der Longtail wird immer wichtiger bei der SEO. Wollten Suchmaschinennutzer früher mit einem Suchwort so viele Ergebnisse wie möglich, erwarten sie heute mit präziseren – und damit längeren – Suchbegriffen so wenig Ergebnisse wie nötig. Dafür müssen diese allerdings umso relevanter sein.

Niemand hat mehr Lust und Zeit, sich durch mehrere Ergebnisseiten zu klicken. Die Suche ist mittlerweile zwar bedeutend besser geworden; so richtig Sucherfreundlich ist sie aber noch lange nicht, wie auch ein aktueller Sternartikel aufzeigt.


Jeder Websitebetreiber ist natürlich bestrebt, mit so vielen Keywords wie möglich gefunden zu werden. Das ganze möglichst noch an prominenter Stelle auf der ersten Seite der Google Ergebnisse. Aber machen wir uns nichts vor. Mit “dem” Keyword auf den vorderen Rängen vetreten zu sein ist ein schier unmögliches Unterfangen. Zumindest wenn es sich um einen etwas größeren Markt handelt. Der finanzielle Aufwand, welcher dazu notwendig wäre, lässt sich für den Großteil aller Webmaster schlichtweg nicht stemmen.

So schlecht finde ich das aber gar nicht. Ich war schon immer ein Fan der längeren Suchphrasen. Gerade aus Marketing-Sicht lassen sich einem Keyword so wunderbare Worte wie “kaufen” oder “bestellen” hinzufügen. Und an der Stelle sind mir Besucher, die nach “Protein online kaufen” suchen, bedeutend lieber als diejenigen, welche nur das Keyword “Protein” googeln.

Erstere sind Kunden, in der zweiten Gruppe finden sich auch Informationssucher. Je nach Projekt sind mir die natürlich auch willkommen. Geht es aber um eine reine Affiliateseite, gilt mein Interesse natürlich hauptsächlich den Kunden. Auch im Hinblick auf Adwords macht es Sinn, ein kommerzielles Projekt so zu optimieren, dass Adwordskunden = organische Kunden sind.

Vereinfachend könnte man also sagen, dass der Longtail Traffic zwar geringer – dafür aber wertvoller ist. Immer vorausgesetzt, eine Seite wird auf  Sales-Keywords optimiert. Natürlich hat auch Google dies erkannt und richtet deshalb den Fokus verstärkt auf den Longtail.

Worauf ist bei Longtail-Keywords zu achten?

Auf Basis von gut gewählten Longtail Keywords lassen sich Websites errichten, die exakt das Interesse des Besuchers wiederspiegeln. Ist diese Konstellation gegeben, steigt automatisch auch die Konversion.

Die meisten Onlinemarketer suchen sich einen Markt und fangen dann an, auf diesen zu optimieren. Potentialanalyse, Nischen finden, Keyword Analyse, … der ganze Aufwand, der eben betrieben werden muss, um erfolgreich ein Onlinemarketing Projekt aufzusetzen.

Dieses Vorgehen ist prinzipiell auch völlig in Ordnung. Ich persönlich habe mich aber schon vor längerer Zeit für einen anderen Weg entschieden. Anstatt nach einem Markt zu suchen, konzentriere ich mich lieber auf das Keyword selbst. Denn hinter jedem halbwegs nachgefragten Keyword steckt auch ein Bedürfnis. Wem es gelingt, ein Bedürfnis zu befriedigen, der verzeichnet auch Umsätze. Deshalb gilt:

Das Keyword selbst ist der Markt

Das gute daran ist: es existiert eine schier unendliche Zahl an Marktnischen. Man muss sie nur besetzen. Dazu ist nur eine einzige Frage notwendig. “Wonach suchen die Kunden?” Und in welcher Form tippen sie dies in den Suchschlitz?

Wer das herausfindet, hat automatisch eine Seite die konvertiert. Das ist zwar mit ein wenig Aufwand verbunden, lohnt sich aber definitiv. Denn die obligatorischen “großen” Suchbegriffe sind in der Regel so hart umkämpft, dass sich eine Optimierung darauf nicht lohnt.

Generische Keywords

Das sind die Keywords, welche auf der höchsten Ebene angesiedelt sind. Zum Beispiel “Auto” oder “Versicherung”. Das sind die Keywords, um die am meisten gekämpft wird. Die hohen Adwords Kosten belegen dies schmerzhaft. Für eine vernünftige Monetarisierung taugen sie allerdings nicht.

Wir haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass generische Keywords oft verwendet werden, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Sofern dann ein erstes Kaufinteresse geweckt ist, werden die Suchbegriffe etwas spezifischer, bis schließlich eine Kaufabsicht vorhanden ist.

Diese hochspezifische Suchanfrage bildet dann das Longtail Keyword, auf welches sich eine Optimierung lohnt. Es lohnt sich also, Projekte vertikal aufzusetzen. Weg von der Breite – hin zu mehr Tiefe.

Bei Longtail Keywords gewinnt meist die Einzahl

Wenn im Rahmen der SEO auf einzelne Begriffe optimiert wird, hat es sich im Hinblick auf die Konversionsrate bewährt, auf den Singular zu setzen. Eine Suche nach “Bringdiensten” legt den Verdacht nahe, dass sich erst einmal ein grober Überblick verschafft werden soll. Eine Suche nach “Bringdienst” deutet  jedoch darauf hin, dass gezielt nach einer Dienstleistung gesucht wird.

Dasselbe gilt auch für Longtail Keywords. “Rechtsanwalt beauftragen” lässt auf Handlungsabsicht schließen. “Rechtsanwälte beauftragen” dagegen auf Informationssuche.

Generische Suchbegriffe als Sprungbrett für den Longtail

Google Suche Conversionrate erhöhenDa sich generische Suchbegriffe nicht lohnen, reine Suchwortphrasen aber zu wenig Traffic bringen, macht eine Kombination von beidem Sinn. Man nutzt das generische Keyword als Sprungbrett für die Suchphrase. Sehr beliebt sind dabei Ortsangaben.

“auto kaufen wanne eickel” wäre so ein Beispiel. Zwar findet Google 230.000 Einträge; auf der ersten Seite befinden sich jedoch hauptsächlich Telefonbücher und die Gelben Seiten. Schon an achter Stelle kommt ein Immobilienangebot “Haus kaufen in Wanne Eickel”. Setzt man die Suchanfrage gar in Anführungszeichen, findet Google gar nichts mehr. Solche Nischen gibt es zu hunderttausenden – sie müssen nur entdeckt werden.

Natürlich sagt ein solches Ergebnis nichts über die tatsächliche Nachfrage aus. Hier hilft nur testen. Denn alle Zahlen über die Höhe der Suchanfragen für ein Keyword, die man über Werkzeuge wie dem Google Keyword Tool oder von Software Tools wie Sistrix oder XOVI bekommt, beziehen sich auf PPC Werbung wie beispielsweise Adwords. Zahlen über die tatsächlichen Suchanfragen liegen meines Wissens nach nirgendwo vor.

So wie in oben genanntem Beispiel lassen sich viele Nischen besetzen. Ob man als generisches Keyword ein Themengebiet verwendet oder eine Marke (Rechte beachten), ist letzlich egal. Ziel ist es lediglich, den großen Besucherstrom den solche Über-Keywords anziehen, auf die eigene, spezialisierte Website zu lenken.

Wie immer wünsche ich viel Erfolg dabei…

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Update 05.08.2010:

Aufgrund dieses Artikels möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass bei der Optimierung auf eine Marke Vorsicht geboten ist. Bis zur letztendlichen Klärung durch die Gerichte empfiehlt es sich deshalb, die eigene Seite nicht weiter gezielt auf eine Marke zu optimieren.

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