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Die Idee vom begrenzten Markt – reicht es für alle? :: pro webwork blog

Die Idee vom begrenzten Markt – reicht es für alle?

Ist der Online-Kuchen groß genug für alle?

Wer im Internet sein Geld verdienen will und über Seiten wie diese auf das Thema stößt, fängt in aller Regel gerade erst an, mehr über das Online Business zu erfahren. Und gerade als Beginner wirken die neuen Informationen zunächst einmal verwirrend.

Jedoch ist allen Neueinsteigern eines gemein. Beschäftigen sie sich erstmalig mit der Materie Online Verdienst, sieht zunächst alles ganz einfach aus. Diverse Reports und eBooks tun ihr übriges dazu, den Eindruck zu erwecken, Geld im Internet zu verdienen sei leicht. Sie bekommen manchmal sogar das Gefühl, ein Dummkopf zu sein, wenn sie es nicht schaffen, quasi über Nacht reich zu werden.

Die logische Folge ist, sie glauben daran. Daraus entsteht natürlich der Wunsch, ein eigenes Onlinebusiness zu starten. Dann passiert folgendes. Das Bedürfnis nach Information steigt an und die Suche im Web geht los. Blog für Blog, Website für Website und Forum für Forum wird gesichtet. Doch je mehr man in Erfahrung bringt, desto mehr Informationen stehen zur Verfügung. Man liest einen Beitrag und folgt einem darin enthaltenen Link. Der führt auf einen anderen Bericht, der ebenfalls wieder zu einem weiteren Artikel verlinkt. Und alles scheint wichtig zu sein. Gerade als Anfänger will man so viel Information wie möglich und versucht, alles zu lesen, was angeboten wird. Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden hat man schließlich noch nicht gelernt. Also wühlt man sich durch.

Und jetzt passiert das Sonderbare. Unbewusst fängt man an zu überlegen. Wenn es so viele Anbieter gibt, die alle ihr Geld online verdienen, was bleibt denn dann noch für mich? Der Markt scheint hoffnungslos überlaufen zu sein. Ist es heutzutage überhaupt noch möglich im Internet Geld zu verdienen? Oder komme ich zu spät?

Die Idee vom begrenzten Markt ist entstanden!

Um es ganz klar auf den Punkt zu bringen: es gibt keinen begrenzten Markt. Es hat ihn nie gegeben und es wird ihn nie geben. Ein kleines Beispiel soll dies untermauern.

Nehmen wir an, wir hätten ein Produkt konzipiert, eine Mütze. Vom Standort Deutschland aus gesehen heißt das, wir haben etwa 82 Millionen potentielle Kunden. Das ist erstmal schön und sichert unseren Verdienst auf Jahre hinaus. Nun versuchen wir, den Markt einmal zu “begrenzen”.

Es sind fünf Jahre vergangen, die Leute lieben unsere Mützen und fast ganz Deutschland hat eine von uns gekauft .Das Geschäft neigt sich dem Ende entgegen. Wenn alle eine Mütze haben, können wir auch nichts mehr verkaufen, richtig? Stimmt, unter diesen Voraussetzungen ist der Markt begrenzt. Nun könnte ein aufmerksamer Mensch einwerfen, dass in den fünf Jahren ja einige Mützen beschädigt worden sein müssen oder einfach verloren wurden. Und die betreffenden Personen wollen ja wieder eine haben. Dann kann man doch nicht von Begrenzung sprechen.

Stimmt, so einfach ist das also nicht. Deshalb gestalten wir es etwas schwieriger. Die Mützen sind unter anderem deshalb so beliebt, weil sie unzerstörbar sind und ein besonderes, technisches Feature sorgt dafür, dass verloren gegangene Mützen automatisch den Weg zu Ihrem Besitzer zurückfinden. Damit sieht es schon wieder schlechter aus, nicht wahr?

Richtig! Aber es sieht eben nur so aus, denn wenn eines unmöglich ist, dann der Versuch, eine entsprechend große Anzahl von Menschen dazu zu bringen, sich im Gleichklang zu bewegen. Der Mensch an sich ist zwar gesellig aber in erster Linie ein Individuum. Und wie alle Individuen will er sich von der Masse abheben. Deshalb auch das Streben nach der Karriere, der Kauf von Luxus Artikeln und so weiter und so fort. Wer sich ein wenig in der High Society Hollywoods auskennt, der weiß, dass sich beispielsweise die dortigen Schneider vor der Oskar Verleihung absprechen, welche Kleider sie welchen Promis anbieten. Alles, damit nur ja nicht zwei Gäste aus Versehen dasselbe Outfit anhaben.

Was bedeutet das nun für unsere Mütze? Es ist schlichtweg gleichgültig, welche Rahmenbedingungen am Markt vorherrschen. Es wird nie nur das Standard Produkt verlangt. Der Markt ist unendlich groß. Weil mit der Größe einer Gruppe die Anzahl ihrer Gegner steigt. Sollte sich herauskristallisieren, dass die Mehrzahl der älteren Bürger eine graue Mütze bevorzugen, werden die jüngeren – schon aus purer Opposition – knallige Farben verlangen. Setzt sich dies ebenfalls bei den älteren Herrschaften durch, wird man beobachten, dass die jüngere Fraktion entsprechende Accessoires zum Einsatz bringt, um sich abzuheben.

Egal was wir tun, wir werden niemals einen begrenzten Markt erleben. Das empfinden eines solchen ist rein subjektiv und muss ignoriert werden. Es führt sonst dazu, dass Projekte übereilt und dadurch unausgegoren auf den Markt gebracht werden. Kein Wunder, dass die meisten Internet Marketer kein oder nur sehr wenig Geld verdienen. Das Internet Geschäft bedeutet harte Arbeit und verlangt ständigen Einsatz von uns. Ist das gewährleistet, stellt sich der Erfolg automatisch ein. Ob dies nun sofort oder erst in sechs Monaten praktiziert wird, ist dem Markt völlig egal.

Ich persönlich plädiere dafür, ein Online Marketing Projekt langsam aufzubauen und vor dem ersten Einstellen einer Seite einen Business Plan zu entwerfen. Wenn das drei Monate dauert – na und? Ist es gut gemacht, übersteigt der  langfristige wirtschaftliche Erfolg den anfänglichen Zeitverlust um ein Vielfaches.

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