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Der perfekte Blog-Kommentar :: pro webwork blog

Der perfekte Blog Kommentar

Wie sieht er aus, der perfekte Blog-Kommentar? Da gehen die Meinungen weit auseinander. Grund genug für den Webmaster Friday, sich dieses Themas anzunehmen und es werden sicherlich wieder viele interessante und differenzierte Meinungen veröffentlicht werden.

Dazu will ich auch mein Scherflein beitragen, indem ich eine Art „Wunschliste“ zusammenstelle, bei der ein perfekter Kommentar heraus kommen soll.

Inhalt von Kommentaren

Fangen wir mit dem wichtigsten an, dem Inhalt des Kommentars. Natürlich ist es schön, wenn man für einen Artikel Anerkennung in Form von Lob erhält. Schließlich erfordert das Schreiben eines Postings viel Zeit und Mühe. Da freut es einen besonders, wenn dies durch ein Lob in den Kommentaren honoriert wird.

Und sicherlich ist es auch nützlich, wenn ernstgemeinte Kritik geäußert wird. Sei es, weil man wichtige Aspekte vergessen oder einfach nur Müll geschrieben hat. Wir sind alle nur Menschen und uns unterlaufen Fehler. Konstruktive Kritik hilft dabei, es beim nächsten Mal besser zumachen.

So richtig perfekt wird ein Kommentar aber erst dann, wenn inhaltliche Ergänzungen hinzu kommen. Mir ist es schon oft so ergangen, dass ich auf der Suche nach Informationen auf einem Blog Artikel gelandet bin – die eigentlich gesuchte Information aber in den Kommentaren fand.

Umfang von Kommentaren

Prinzipiell gilt: je länger ein Kommentar, desto besser. Ein ausführlicher Kommentar bereichert den Artikel, bietet für andere Leser einen Mehrwert und zeigt, dass sich der Schreiber mit dem Artikel wirklich auseinandergesetzt hat. Voraussetzung ist natürlich, dass der Kommentar zum Thema passt.

Wir alle kennen die berühmten „Toller Beitrag, weiter so“ Kommentare. Was soll man davon halten? Jetzt mal aus der Nicht-SEO Perspektive betrachtet. Wir wissen ja, dass mit solchen Kommentaren Links generiert werden sollen. Wie wirkt solch ein Kommentar aber auf einen „normalen“ Webmaster?

Freut er sich darüber? Oder merkt er instinktiv, dass da irgendwas nicht richtig passt? Ich persönlich empfinde solche Kommentare als extrem unhöflich. Sie lassen jeglichen Respekt vor der Arbeit des Autors vermissen.

Kommentare dieser Couleur werden von mir immer dann gelöscht, wenn spammy Seiten dahinter stehen. Handelt es sich nur um einen schlecht gemachten Linkbuilding Versuch aber die Seite dahinter ist noch annehmbar, dann bleibt der Kommentar stehen.

Allerdings mit nofollow versehen. Damit ich das nicht händisch machen muss, habe ich ein Plugin namens 140follow im Einsatz, welches ich im Artikel sinnvolle WordPress Plugins beschrieben habe.

Es müssen aber nicht immer zwingend langatmige Kommentare sein. Gerade wenn jemand schon häufiger kommentiert hat und man sich dadurch kennt, kann man sich mit viel weniger Worten ausdrücken.

Der Name, unter dem kommentiert wird

Würden sich die meisten mit dem bisher geschriebenen noch identifizieren können, hört es spätestens bei diesem Punkt auf.

Die Hardcore Abteilung, zu denen zum Beispiel Piet vom Netzpanorama gehört, will Namen statt Firmen, Bilder in den Gravataren  statt Logos oder Comics und ein Deeplink im URL weist auf Kommentarspam hin. Das sehe ich anders.

Ich finde es schon aus Gründen der Usability besser, wenn als Name das  Blog oder die Firma verwendet wird. Namen ähneln sich oder kommen sehr häufig vor. Es gibt nun mal viele, die Johannes, Frank oder Alexander heißen.

Für mich persönlich stellt es einen Mehrwert dar, wenn ich schon am Namen erkennen kann, wer da kommentiert. Und das ist mit einem Blog oder einer Firma eben schneller ersichtlich.

Auf der anderen Seite verstehe ich es auch, wenn man nur ungern mit einem „Wasserfilter“ kommuniziert. Doch auch dafür hat sich mittlerweile eine angenehme Alternative eingebürgert. Man schreibt einfach unter seinem Namen und setzt den Blog oder die Firma in Klammern dahinter.

Mit dieser Lösung sollte eigentlich allen gedient sein und man kann in etwa schon abschätzen, was einen erwartet, wenn man auf den Link im Namen klickt.

Wohin zeigt der Link im Namen des Kommentators?

Das bringt uns zum nächsten Punkt, dem URL, der im Namen hinterlegt ist. Wo sollte der hinzeigen? Deeplinks sind in vielen Fällen verpönt, weil sie ein wenig nach Spam riechen.

Aber auch hier komme ich aus Usability Gründen zu einer anderen Ansicht. Für mich persönlich bietet es wieder einen Mehrwert, wenn der Link unter dem Kommentarnamen auf eine Unterseite zeigt.

Selbstverständlich nur dann, wenn diese thematisch passt. Wenn man über Hausbau schreibt und der Kommentator verlinkt auf eine Landingpage für Kleidung, dann passt das einfach nicht und wird gelöscht (oder in besonders dreisten Fällen mit einem Link zum eigenen Partnerprogramm versehen ;-) ).

Wer nichts Passendes hat, der verlinkt einfach zur Startseite seines Blogs oder Projekts und gut ist. Ansonsten kann ich nur an alle appellieren: verlinkt auf Eure Beiträge, die zum Thema passen.

Was nämlich viele immer vergessen; es werden auch ältere Beiträge gelesen. Peer hat erst neulich auf Blogprojekt geschrieben, dass in seinem Hauptblog 80% der Leser ältere Artikel konsumieren und nur 20% neuere! Das kann ich bestätigen.

Und wie oft ist es mir dann passiert, dass ich über Google einen Artikel, und darin einen interessanten Kommentar gefunden habe. Dem war auch zu entnehmen, dass der Verfasser aktuell selbst etwas zum Thema geschrieben hat.

Dann klickt man auf den Link und landet auf der Startseite des Kommentators. Super! Findet da mal einen sechs Monate alten Artikel. Gerade im Hinblick auf die unglaublich performante Suchfunktion von WordPress :-( .

Deshalb nochmal: wenn Ihr passende Beiträge habt, dann verlinkt in Euren Kommentaren auf diese und nicht auf die Startseite.

Soweit zu meiner persönlichen Wunschliste, wie ein perfekter Blog Kommentar aussehen sollte. Es gibt sicherlich noch Dutzende anderer Kriterien, die hier nicht erwähnt wurden aber sicherlich in den Beiträgen der anderen Teilnehmer am Webmaster Friday zu finden sind.

Viel Spaß beim Lesen und weiterhin viel Erfolg bei der Online Arbeit…

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4 Kommentare zu „Der perfekte Blog Kommentar“

  • N’abend! Das mit den älteren Blogbeiträgen ist auch aus einem anderen Grund eine prima Information. Eigentlich sollte man seine ganzen alten Blogbeiträge in Analytics auf diejenigen Keywords hin durchgehen, für die diese gefunden werden. Anschließend verlinkt man als Autor unten im Kommentarbereich einfach mal ein paar passende, aktuellere Beiträge zu diesen Themen, denn bei dem Plugin “Ähnliche Artikel” werden ja auch nur die allerjüngsten Beiträge verlinkt. In meinen Augen ist es außerdem egal, wenn diese internen Links aufgrund eines “Nofollow” Kommentar-Plugins dann für die interne Linkstruktur entwertet werden – hauptsache die Suchmaschinenbesucher werden zu ein paar weiteren PIs animiert und können so neue Artikel zum Thema leichter finden, denn die Suchfunktion von WP ist wirklich unter aller Kanone…

  • Das ist neben der Tatsache, dass Dein Kommentar ein klasse Beispiel für den perfekten Blog Kommentar abgibt, überhaupt eine starke Idee.

    Man verwendet bei Kunden ja immer das Beispiel von Wikipedia, wenn es um starke interne Verlinkung geht. Selbst macht man es aber nicht.

    Der berühmte Schuster mit dem schlechten Leisten… ;-)

  • Hallo, feiner Artikel für den Webmaster Friday. Bei einer Kleinigkeit muss ich aber widersprechen:
    “je länger ein Kommentar, desto besser”
    Ich findes das ist nicht zwingend so. Wenn ich in einem Post ein Code-Snippet habe und jemand in einem Kommentar von nur einer Zeile schreibt, dass ich einen Strichpunkt vergessen habe und das Programm daher so nicht funktionieren kann, ist das doch ein wunderbarer Kommentar mit dem ich und andere Leser etwas anfangen können. Da bieten manche Kommentare mit 10 Zeilen doch deutlich weniger Mehrwert.

  • AHHHHHja das gefällt mir. Ich bin auch eine Bloggerin, die gern mit Namenskürzel und meiner Berufung – Rhetorik kommentiert. Leider setzen viele Blogger auch Peer Wandiger Kommentatoren mit Nicht-Namen auf nofollow. Das empfinde ich als extrem schade, weil es eben immer anonymisiert. Das Netz ist doch schon voll von Mathias, Jens, Monika, Christin und allen anderen Vornamen.

    Ich habe auch aus Sicht der Rhetorik über den Punkt Gravatare bzw. Namenskürzel geschrieben, wer mag, kann meinem Namen ja folgen. Hier schreibt übrigens,
    Judith Torma Gonçalves