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Businessplan – auf den Finanzplan kommt es an :: pro webwork blog

Businessplan – auf den Finanzplan kommt es an

In dem Moment, in dem Sie für Ihr Unternehmen Geld brauchen, über das Sie nicht selbst verfügen (oder nicht verfügen wollen), kommen Sie an einem Investor nicht vorbei. Ob das nun eine Bank, ein Privat-Investor, ein Fonds oder ein Landesförderungs-Programm ist, alle wollen zunächst sehen, wofür Sie Ihnen Geld geben sollen und dann prüfen, ob es sich für sie auszahlt. Dazu dient der Businessplan.

Auch wenn Sie sich selbständig machen, und bei einer Arbeitsagentur Einstiegsgeld beantragen wollen, wird vielerorts ein Businessplan, also ein Firmenkonzept verlangt. Der muss dann noch auf Tragfähigkeit – also ob er Erfolg verspricht oder nicht -  überprüft werden. Das kann eine Bank, ein Steuerberater oder Unternehmensberater für Sie tun.

Ein normaler Businessplan ist immer so oder so ähnlich gegliedert.

  • Deckblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Konzept/Geschäftsidee
  • Zweck
  • Finanzplan
  • Anhang mit Lebensläufen, Zahlenplan, Analysen, Presseartikel, Bilanzen, BWA‘s (sofern schon vorhanden), Broschüren, Referenzen, Produktbeschreibungen,…

Was glauben Sie, ist davon wichtig und entscheidet darüber, ob Sie Geld bekommen oder nicht?

Es ist der Finanzplan. Alles andere ist nur schmückendes Beiwerk und wird erst dann interessant, wenn eine generelle Bereitschaft zur Finanzierung vorhanden ist. Die steht und fällt jedoch mit der Qualität des Finanzplans. Daraus sollten Sie jetzt natürlich nicht ableiten, dass Sie alle anderen Attribute vernachlässigen können. Das dürfen Sie auf keinen Fall tun. Aber die eigentliche Entscheidung steht und fällt mit dem Finanzplan. Wenn der schlüssig ist, wird der Rest wohlwollend geprüft und meist durchgewunken.

Deshalb wollen wir uns in diesem Artikel speziell mit dem Finanzplan befassen. Wie sieht der aus?

In Ihrem Businessplan wollen Sie hauptsächlich die qualitativen Aspekte Ihrer Geschäftsidee
bzw. Ihres Projektes darstellen. Viel wichtiger ist jedoch die Frage, wie viel Kapital Sie benötigen und ob Ihre Ziele finanziell überhaupt erreichbar sind.

Während der Businessplan an sich mehr eine Reaktion wie “Ach, das soll es also werden” auslöst, geht es beim Finanzplan ans Eingemachte und die Frage, ob Sie eine realistische Chance zur Umsetzung haben oder lediglich ein Träumer sind.

Woraus setzt sich ein Finanzplan zusammen?

1. Benötigte Investitionen
2. Fixkosten (Gesamt inklusive aller Anschaffungen und auch Personalkosten)
3. Einmalige Kosten
4. Steuerliche Betrachtung – geplante Abschreibungen
5. Umsatzplan
6. Finanzierungsplan
7. Erfolgs- und Liquiditätsrechnung
8. Vorläufige Bilanz

Erstellen Sie Ihren Finanzplan für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren und rechnen Sie auf den Monat
genau. Nehmen Sie ihn nicht nur im Hinblick auf die Investoren Ernst. Ein vernünftig kalkulierter Finanzplan dient Ihnen später auch hervorragend als Controlling Instrument. Halten Sie mit der Planung Schritt? Entwickeln sich die Zahlen wie geplant? Wenn nicht, wie haben Sie “damals” kalkuliert und was hat sich seitdem geändert?…

Bei Gesprächen mit Banken können Sie Ihren Finanzplan jedesmal als Grundlage hernehmen und alle weiteren Aktivitäten auf ihm gründen. Zudem werden entscheidende finanzielle Entwicklungen wie Liquiditätsprobleme früher erkannt, so dass Sie rechtzeitig gegensteuern können.

Wenn Sie (je nach Branche) über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren planen, reicht für die Zeit danach ein etwas gröberes Raster. Es ist jedem klar, dass extrem lange Planungszeiträume – da selten stimmig -  nicht unbedingt zielführend sind.

Im Geschäftsleben wird Planung immer häufiger auch mit Autosuggestion in Verbindung gebracht. Auf diese Entwicklung stürzen sich ganze Heerscharen von Beratern und Trainern und trompeten die frohe Botschaft munter in die Ohren Ihrer Schützlinge. Getreu dem Motto folgend, dass Planung ein gedanklich vorweggenommenes Resultat darstellt, stecken viele Neugründer ihre Ziele viel zu hoch. Daher sieht man leider immer wieder völlig realitätsfremde Zahlen in Finanzplänen.

Deshalb ist Vorsicht geboten. Denn mit jedem Wort und jeder Zahl, die Sie in einem Businessplan niederschreiben, machen Sie sich kontrollierbar. Alles, was Sie niederschreiben ist programmatisch und stellt somit ein Ziel dar. Und Sie können sicher sein, man wird Sie an Ihren Versprechungen messen. Rechnen Sie darum nur mit sorgfältig recherchierten Zahlen. Das muss selbstverständlich nicht aufs Komma genau sein. Es reicht völlig, wenn Sie auf volle 100 Euro auf- oder abrunden.

Ein guter Finanzplan ist das Traggerüst Ihrer Firma. Sie sollten deshalb einen kompetenten Partner haben, der Ihnen bei der Erstellung behilflich ist. Natürlich ist es richtig, dass Sie von Anfang bis zum Ende bei der Erstellung federführend dabei sind. Sie haben später schließlich die Verantwortung für Ihr Unternehmen. Da ist es wichtig, dass Sie jede Zahl sozusagen “persönlich” kennen. Trotzdem ist es aufgrund des Umfangs eines Finanzplans wichtig, dass keine Fehler gemacht werden. Und das geht in der Regel nur mit professioneller Hilfe. Engagieren Sie also einen Berater. Das dafür benötigte Geld ist mit Sicherheit gut investiert.

Sie können sparen, wenn Sie Ihrem Berater so viel wie möglich an Arbeit abnehmen. Deshalb sollten Sie mit den meisten Fragen zur Unternehmensgründung vertraut sein. Es gibt auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ein Softwarepaket für Existenzgründer. Das ist ein kostenloses Programm für Gründer und junge Unternehmen, welches Gründer dabei unterstützt, die Existenzgründung vorzubereiten und durchzuführen. Sie erhalten es kostenlos als Download beim BMWi oder Sie lassen sich die CD-ROM zusenden. Post vom Bundesministeriumhat ja schließlich auch was oder ;-) ?

Wie immer wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei Ihrer online Arbeit…

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