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Blogs monetarisieren – warum viele mit Blogs kein Geld verdienen :: pro webwork blog

Blogs monetarisieren – warum viele mit Blogs kein Geld verdienen

Immer wieder liest man, dass viele mit Ihren Blogs kein Geld verdienen. Schaut man sich die Blogs dann an, wird schnell deutlich, warum das so ist.

Will man mit Blogs Geld verdienen, muss man sich entscheiden. Entweder ein rein kommerzielles Blog betreiben oder aktives Mitglied der Blogosphäre sein.

Beides funktioniert – nur eben nicht zeitgleich.

Die Hauptunterschiede sind die Inhalte und die Ausrichtung des Blogs. Exemplarisch möchte ich dies am Beispiel von Kontext-Sensitiver-Werbung (Google Adsense, Contaxe) deutlich machen. Jeder Blogger, der mit seinem Blog Geld verdienen will, muss sich darüber im klaren sein, dass ihn Adsense wahrscheinlich Geld kostet!

Schaut man sich an, was mit dieser Werbeform zu verdienen ist, stellt man schnell fest, dass es sich nicht lohnt. Selbst Blogs mit mehr als 50.000 Besuchern verdienen kaum mehr als ein paar Hundert Euro im Monat.

Ein einfaches Rechenbeispiel soll dies verdeutlichen. Nehmen wir an, Sie verdienen als Affiliate durch die erfolgreiche Vermittlung eines Produktes durchschnittlich €4,-. Ihre Konversionsrate – also der prozentuale Anteil Ihrer Besucher, die tatsächlich kaufen – beträgt 1,9%.

Nehmen wir weiterhin an, Ihr Blog hat monatlich 10.000 Besucher. Dann verdienen Sie mit Ihrem Blog 10.000 x 1,9% x €4,- = €760,- monatlich. Adsense lässt sich aufgrund der unterschiedlichen Klickpreise in Verbindung mit der Konversationsrate leider nicht so elegant berechnen. Deshalb vertrauen wir auf Erfahrungswerte und schätzen sehr großzügig €70,- pro 10.000 Besucher.

Nicht nur, dass die Zahlen gegen den Einsatz von Klick-Werbung sprechen; auch die daraus resultierende Aktion Ihres Besuchers kann sich fatal auf Ihre Einnahmen auswirken. Denn:

Mit jeder Werbung auf Ihrem Blog / Ihrer Website fordern Sie Ihre Besucher dazu auf, diese wieder zu verlassen.

Stellen Sie sich vor, Sie betreten ein Ladengeschäft und direkt am Eingang in prominentester Lage weist Sie der Inhaber darauf hin, dass es im Geschäft nebenan die gleichen Produkte auch zu kaufen gibt. Fänden Sie das nicht ein wenig kontraproduktiv?

Genau das passiert aber, wenn Sie Adsense Werbung schalten. Noch bevor ein Besucher Zeit hat, sich mit Ihren Inhalten auseinanderzusetzen, bitten Sie ihn, sich auch woanders umzusehen. So wird kein Geld verdient. Sie wollen Ihren Umsatz steigern, nicht den der Konkurrenz.

Die Ausnahme ist natürlich, wenn Ihnen das Nachbargeschäft gehört. Ähnlich verhält es sich auch mit Werbung auf Ihrem Blog. Solange Sie davon profitieren, wenn Ihr Besucher Ihre Seite verlässt, ist alles in Ordnung. Nun könnte man auf die Idee kommen, dass Sie mit Ihrem Blog ja auch Geld verdienen, wenn Besucher auf eine Adsense Werbung klicken.

Das ist natürlich so. Allerdings ist der Ertrag im Verhältnis zum Aufwand entscheidend. Nehmen wir an, Sie verdienen 5ct pro Klick. Dann müssen 80 Besucher auf Werbung klicken, um denselben Ertrag zu erzielen, wie wenn nur ein Besucher über einen Affiliate Link ein Produkt erwirbt.

Bei unserer angenommenen Konversationsrate von 1,9% würden aber von den 80 Besuchern schon 1,52 Verkäufe generiert werden, was €6,08 Einnahmen bedeutet hätte. Nur wie? Die Kunden befinden sich ja nicht mehr auf unserer Seite. Die sind jetzt bei der Konkurrenz.

Oft habe ich den Eindruck, dass Adsense Werbung nur geschaltet wird, weil es alle machen. Und dann kann es ja nicht verkehrt sein. Nur, wie wir Eingangs festgestellt haben, verdienen ja auch (fast) alle kein Geld mit Ihren Blogs. Es gilt auch hier der alte Vertriebs-Spruch:

Wenn Du das tust, was alle tun, dann verdienst Du auch das was alle verdienen.

Aus den oben gemachte Aussagen nun den Schluß zu ziehen, dass Adsense schlecht wäre, ist genauso dogmatisch wie verkehrt. Es kommt darauf an, wo solche Werbung eingesetzt wird. Man kann Blogs durchaus mittels Adsense monetarisieren, wenn die Voraussetzungen stimmen. Immer wenn die Inhalte kurz und knackig zu lesen sind, kann sich Klick Werbung lohnen. Sobald der Inhalt ausführlicher wird und die Artikel länger sind, sollte kontext sensitive Werbung vermieden werden.

Haben Sie zum Beispiel ein reines Info Blog, bei dem es schwierig ist, einen Affiliate Link zu positionieren, dann macht Klick-Werbung absolut Sinn. Dasselbe gilt für Politik Blogs.  Auch ältere Blogs, deren überwiegende Besucher Stammleser sind, kommen in Frage.

Vereinfacht könnte man auch sagen, je größer die Stammleserschaft, desto sinnvoller ist Adsense. Die Gefahr, einen Stammleser durch Werbung zu verlieren, ist relativ gering. Ein neuer Besucher, der in aller Regel nunmal von Google kommt, ist schneller wieder weg, als man kontext-sensitive-Werbung sagen kann.

Um mit Blogs Geld zu verdienen, sind wir – wie jedes Geschäft – auf Laufkundschaft und Neukunden angewiesen. Machen wir unseren Job gut und bieten guten und einzigartigen Inhalt, dann werden aus Neukunden irgendwann auch Stammkunden.

Natürlich ist das Thema ist zu umfangreich, um es in einem Artikel umfassend zu besprechen. So kann oben genanntes Beispiel auch nur einen kleinen Ausschnitt darstellen, worauf es bei der Monetarisierung von Blogs ankommt. Generell gilt beim Geld verdienen mit Blogs zu beachten:

  • sich zu fokussieren – klare Ausrichtung der Seite
  • den Kunden auf der Seite zu halten und
  • gleichzeitig einen echten Mehrwert zu bieten.

Ist das gelungen, setzt man sich im nächsten Schritt mit der Optimierung der Konversationsrate auseinander – aber das ist ein anderes Thema. Wie immer wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der online Arbeit…

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4 Kommentare zu „Blogs monetarisieren – warum viele mit Blogs kein Geld verdienen“

  • Ich danke dir für den netten Kommentar auf meinem Blog. Und nach diesem interessanten Beitrag hier bist du natürlich auch gleich in meinem Feedreader gelandet.
    Es scheint zwar immer mehr zu geben, die von AdSense abgehen, aber die große Vorteil daran ist, dass es für die meisten einfach ist. Code integrieren und Geld kassieren. Affiliatemarketing macht meist etwas mehr Arbeit am Anfang.

  • pw:

    Das ist wohl wahr. Und wenn ich ehrlich bin – ich hab es zu Beginn nicht anders gemacht. Allerdings war damals mit Adsense auch noch ein wenig mehr zu verdienen ;-) .

    (Freue mich übrigens schon auf Deinen nächsten Artikel)

  • Sehr guter Artikel. Ich bin auch der Meinung, dass man durch adsense keine stammleser verliert. Eine entschiedene Aussage finde ich auch: desto kürzer der Inhalt desto besser kann man Adsense einsetzen.

  • Vielen Dank für diesen Artikel! “Kurze Infos: Adsense – Lesestücke: Affiliate”, das ist eine wichtige Faustregel, die ich bisher so noch nirgends gelesen hatte.
    Wobei man sagen muss, dass Affiliate-Monetarisierung auch eine Kunst für sich ist. Ich habe auf mehreren Sites Affiliate laufen, und bis auf zwei bisher noch kein Programm gefunden, das wirklich erfolgreich laufen würde. How to affilate – vielleicht mal ein Artikelthema?