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Anonym Geld verdienen im Internet :: pro webwork blog

Anonym Geld verdienen im Internet

Heute möchte ich mich mit einem Thema beschäftigen, welches oft die selbständigen webworker beschäftigt. Es ist nicht jedermanns Sache, mit vollständigem Namen und Adresse von tausenden Internet Usern gesehen zu werden. Wenn es dann noch darum geht, mit der eigene Seite Geld zu verdienen, wäre der eine oder andere Internetmarketer gerne anonym im Internet unterwegs. Aufgrund dieser Überlegung kam ich auf die Idee, in diesem Artikel die folgende Frage zu stellen.

Soll ich bei der online Arbeit anonym bleiben oder nicht?

Bevor ich eine mögliche Antwort auf die Frage wage, folgen hier zunächst die verschiedenen Gründe, warum man anonym bleiben möchte, sowie die Möglichkeiten, dies ganz oder teilweise zu tun.

Warum sollte man überhaupt anonym sein, oder bleiben wollen?

Nun, da gibt es gleich eine ganze Reihe von Gründen. Allen voran das Thema, mit dem man sich im Internet bewegt. Wer zum Beispiel mit der Erotik Branche sein Geld verdient, wird kaum gesteigerten Wert darauf legen, dass seine Kinder von Ihren Klassenkameraden auf den Job des Papas angesprochen werden.

Der Erotik Markt ist zwar einer der größten im Internet aber damit verhält es sich ein bisschen so wie mit der Lindenstraße oder McDonalds. Die hat auch noch nie einer gesehen oder dort gegessen. Unnötig zu erwähnen, dass beide seit Jahrzehnten sensationelle Erfolge feiern.

Es können jedoch auch Arbeitsrechtliche Gründe dagegen sprechen. Sehr viele Internetmarketer beginnen ihr eBusiness nebenberuflich und sind noch in einem festen Arbeitsverhältnis. Vielleicht wollen sie nicht, dass ihr Arbeitgeber von Ihrem Nebenverdienst erfährt. In vielen Arbeitsverträgen wird die Erlaubnis einer Nebentätigkeit kategorisch ausgeschlossen.

Der eine oder andere ist vielleicht eher zurückhaltend und schüchtern und mag nicht gerne im Rampenlicht stehen. Wer zum Beispiel keine Rede halten kann oder schon Schwierigkeiten hat, in Meetings das Wort zu ergreifen, wird es auf der Karriere-Autobahn niemals auf die Überholspur schaffen.

Durch das Internet haben solche Menschen eine ideale Möglichkeit, doch noch Karriere zu machen. Vom anonymen Schreibtisch aus, in der Sicherheit der eigenen vier Wände, schreibt und diskutiert es sich gleich viel entspannter. Diesen Zustand wünschen sich sehr viele Menschen, ohne von Ihren Nachbarn auf ihr Treiben angesprochen zu werden. Die Impressumspflicht steht dem da sehr entgegen.

Auch die Abmahnwut in Deutschland tut ihr übriges dazu. Wer gerade mal €300,- im Monat mit seiner Seite verdient, den können €2.500,- Abmahnkosten enorm weit zurück werfen. Zudem kann man sich als nicht-Jurist nie 100%ig sicher sein, an alles gedacht zu haben. Die Kosten für eine dahingehende Rechtsberatung kann sich aber gerade zu Beginn der Karriere kaum jemand leisten.

Es wird zwar langsam besser, weil zahlreiche Abmahnanwälte mittlerweile selbst von den Gerichten abgestraft werden, aber nichtsdestotrotz existieren immer noch genügend Anwälte, die mit “richtiger” Juristerei scheinbar kein Geld verdienen. In diesem Zusammenhang sei auch auf das kostenlose eBook Abmahnradar verwiesen von der Seite it-Recht München. Gewappnet ist man damit zwar nicht aber man bekommt einen recht guten Eindruck von der “Szene”.

Um es klar zu sagen. Ich habe nichts gegen Abmahnungen. Wenn ein Hersteller feststellt, dass jemand auf unverschämte Art und Weise bei ihm abkupfert und er dafür bezahlt hat, dass genau das nicht möglich sein soll, dann ist es völlig in Ordnung, zum Anwalt zu gehen und seine Ansprüche geltend zu machen. Wenn aber ein Anwalt zu einem Kleinunternehmer geht, der mehr schlecht als recht über die Runden kommt und diesem einen Deal anbietet nach dem Motto. “Gib Du mir Deinen Namen, lass mich machen und Du bekommst von jeder Abmahnung €250,-”, dann hat das nach meinem persönlichen Rechtsempfinden nichts mit der hohen Kunst der Juristerei zu tun.

Die Gründe, warum manche Internetmarketer anonym bleiben wollen, sind also doch umfangreicher, als es auf den ersten Blick vermuten lässt. Auf Beweggründe, die sich auf einen vielleicht nicht ganz legalen Rahmen beziehen, gehe ich hier bewusst nicht ein. Man muss dem Thema nicht auch noch Vorschub leisten. Konzentrieren wir uns lieber auf die Möglichkeiten, anonym zu bleiben.

Welche Möglichkeiten gibt es denn nun, sein Geld anonym zu verdienen?

1. Domain im Ausland registrieren

Eine gute und durchaus praktikable Lösung. Wird die Domain bei einem ausländischen Webhosting Anbieter oder Domainregistratur registriert, ist eine gewisse Anonymität gewährleistet. Wirklich wasserdicht wird das ganze aber erst, wenn auch ein Treuhand-Service dazu “gebucht” wird. Jede whois Anfrage läuft dann ins Leere. In dem Zusammenhang muss noch darauf hingewiesen werden, dass .de Domains ausscheiden, denn die Denic verlangt immer den betreffenden Ansprechpartner.

Der Nachteil daran ist, dass die meisten Partnerprogramm-Anbieter überprüfen, ob die Domain, mit welcher geworben werden soll, auch auf den Vertragspartner registriert sind. Die großen Netzwerke wie Zanox, Affilinet und Belboon verfahren so. Ich selbst hatte enorme Schwierigkeiten, akzeptiert zu werden, da diese Domain über Over Blog gehostet ist und ich namentlich nicht als Eigentümer eingetragen bin. Erst nach langem Mailverkehr konnte ich die Programmbetreiber überzeugen, dass ich ich bin.

Der Aufwand war zwar ärgerlich, zeigt aber auch, dass Internetmarketing den Kinderschuhen mittlerweile entwachsen, und zum seriösen Geschäftsbereich geworden ist. In ein Paar Jahren werden uns Fragen wie “kann man im Internet Geld verdienen?” genauso unsinnig vorkommen, wie wenn uns heute jemand fragen würde, ob man mit einer Metall verarbeitenden Fabrik Geld verdienen kann.

Will man also mit einer im Ausland registrierten Domain Geld verdienen, ist man zumindest als Affiliate gezwungen, sich auf die kleineren Anbieter zu beschränken. Wenn diese allerdings den eigenen Markt gut abdecken, spricht nichts dagegen.

2. Gründung einer Firma im Ausland

Das ist die eleganteste und sauberste Lösung. Das Gründen einer Firma im Ausland ist relativ einfach und mit weit weniger Aufwand behaftet, als gemeinhin angenommen wird. Fast in jedem Land gibt es Rechtsanwälte, die Deutsch, auf jeden Fall aber Englisch sprechen, und sich darauf spezialisiert haben, Firmen für Ausländer zu gründen.

Das müssen auch keineswegs immer die üblichen Verdächtigen wie Costa Rica oder Andorra sein. Genauso gut funktioniert es mit Spanien, Italien oder der Schweiz. An dieser Stelle sei kurz darauf hingewiesen, dass es hier nicht um das Thema Einkommensteuer geht. Die wird sowohl hier als auch im Ausland fällig. Es geht ausschließlich darum, anonym online zu arbeiten. Und dazu ist es notwendig, die deutsche Impressumspflicht zu umgehen.

Natürlich gibt es auch Nachteile. Umsonst wird kein Rechtsanwalt tätig. Man muss schon mit Kosten in Höhe von etwa 1.500 bis 2.500 Euro rechnen. Dafür bekommt man dann aber auch ein Rundum-Sorglos-Paket. Der Briefverkehr ist geregelt und für eine jährliche Gebühr von etwa 500 Euro wird auch die Steuererklärung fürs deutsche Finanzamt vorbereitet. In jedem Fall ist aber vorher ein Gespräch mit einem Steuerberater dringend anzuraten. Eine Länderübergreifende Steuererklärung erfordert zwingend eine sachkundige Hand.

3. Arbeiten und leben im Ausland

Das ist der Königsweg. Hier unterliegen Sie keinerlei deutschen Beschränkungen mehr. Natürlich müssen Sie sich den Gesetzen des Landes Ihrer Wahl beugen. Aber da Sie sich das Land selbst ausgesucht haben, sollten Ihnen logischerweise auch dessen Gesetze zusagen.

Weiter möchte ich zu diesem Thema nichts schreiben, da es schlichtweg den Rahmen sprengen würde. Es gibt aber hervorragende Foren, die sich mit dem Thema auswandern beschäftigen. Dort erhalten Sie von erfahrenen Insidern alle Informationen, die Sie benötigen.

4. Deutsche Kapitalgesellschaft

Eine GmbH, eine AG oder die neue Mini GmbH bieten sich ebenfalls an, Vordergründig anonym zu bleiben. Bei einer Kapitalgesellschaft steht anstatt Ihres Namens der Name der Firma im Impressum. Das nutzt aber nicht wirklich viel, da diese im Handelsregister eingetragen ist und insofern auch Sie als Inhaber oder Geschäftsführer zu ermitteln sind. Insgesamt könnte man diese Lösung eine Art Anonymität-Light nennen.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

So sehr ich auch nachvollziehen kann, dass man anonym bleiben möchte, rate ich doch jedem davon ab. Die Nachteile überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile bei weitem. Der Grund dafür ist mit einem Wort genannt. Seriosität. Es hat einfach einen negativen Beigeschmack, wen man ins Impressum schaut und dann irgendeine “Rue de Tralala” findet.

Mag sein, dass ich da selbst einem gewissen anerzogenen Konservatismus unterliege aber ich müsste lügen, wenn ich behaupten wollte, dass mich ein ausländisches Impressum nicht stört. Und wer weiß, vielleicht haben die Befürworter der Anonymität ja recht. Vielleicht sollte man in der heutigen, globalisierten Welt wirklich keine Unterschiede mehr machen bezüglich des Firmensitzes.

Die Vernunft sagt mir dasselbe. Seit Jahren werden Grenzen abgebaut, Handelsabkommen vereinfacht und Länderübergreifende Märkte geschaffen. Und trotzdem, ich kann mir nicht helfen aber nach meinem Dafürhalten gehört zu einer deutschen Firma möglichst auch eine .de Endung und ein deutscher Firmensitz.

Es ist eine Frage des Vertrauens. Bei einer deutschen Firma habe ich bei berechtigten Forderungen auch die Möglichkeit, diese in zumutbarer Weise durchzusetzen. Versuchen Sie mal, gegen ein ausländisches Unternehmen vorzugehen. Wenn Sie nicht gerade selbst ein Global Player sind, gibt es da quasi kein Drankommen. Wer sich in die Schattenseiten dieser Thematik einmal genauer einlesen möchte, dem empfehle ich dringend das ebay Sicherheitsforum. Die Software ist zwar furchtbar und das Layout gräßlich; aber dafür haben es die Themen umso mehr in sich.

Abschließend vielleicht noch ein Wort zum Umsatz. Leider liegen mir keine konkreten Beispielzahlen vor aber ich bin der festen Überzeugung, dass sich ein deutscher Standort so positiv auf die Umsatzzahlen auswirkt, dass die sicherlich vorhandenen Vorteile einer anonymisierten Webpräsenz mehr als aufgewogen werden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wie immer viel Erfolg in Ihrem Online Business…

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3 Kommentare zu „Anonym Geld verdienen im Internet“