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Affiliate Marketing ist tot! :: pro webwork blog

Affiliate Marketing ist tot!

Affiliate Marketing tot? Ja ja, ist eine dramatische Überschrift, ich weiß. Aber mir sind beim Schreiben eines anderen Artikels ein paar Gedanken durch den Kopf gegangen, die eigentlich nur diesen einen Schluss zulassen.

Außerdem wollte ich endlich auch mal irgendeinen Bereich totsagen. Da ich nicht glaube, dass SEO tot ist, lasse ich deswegen das Affiliate Marketing sterben ;-)

Derzeit schreibe ich an einem Affiliate Tutorial und während der Arbeit daran ist mir erstmals so richtig bewusst geworden, wie sehr sich Affiliate Marketing verändert hat. (Schön, dass ich es auch endlich gemerkt habe :D )

Zur Veranschaulichung versetzen wir uns kurz ins Jahr 2006 und überlegen, wie einfach es war, ein beliebiges MFA (Made For Adsense) Projekt aufzusetzen.

Seite online gestellt, Links drauf und fertig. O.k., ganz so einfach war es dann auch nicht aber ich denke, jeder der zu der Zeit mit Adsense Geld verdient hat, wird wissen was ich meine.

Mittlerweile funktioniert das nicht mehr. Sehr oft liest man in Foren oder Blogs, dass zum Beispiel Adsense Einnahmen rückläufig seien oder gar nichts mehr bringen würden. An Affiliate Links trauen sich viele gar nicht erst ran, weil da die Erfahrungen noch negativer sind.

Warum ist das so? Klicken wirklich immer weniger Menschen auf Google-Links? Ist es am Ende so, dass selbst eine perfekt angepasste Adsense-Optik von den immer erfahreneren Internetnutzern erkannt und gemieden wird?

Wohl kaum. Denn dagegen spricht, dass die Anzahl der Internetnutzer kontinuierlich zunimmt. Also selbst wenn der erfahrene Teil der User bewusst nicht auf Werbeanzeigen klicken würde, müsste das locker durch die schiere Menge der hinzugekommenen User ausgeglichen werden.

Hinzu kommt, dass das Wachstum getragen wird von Usern, die jenseits der 60 sind und der Großteil nicht so Internetaffin ist wie die junge Generation.

Und spätestens wenn es sich nicht um Adsense Werbung handelt, sondern direkt um Affiliate Links, werden noch weniger User in der Lage sein, diese zu erkennen.

Nein, das Angebot hat sich einfach wahnsinnig vergrößert und es fehlt Klick-relevanter Traffic der Suchmaschinen. Adsense benötigt viele Besucher, wenn es denn gut funktionieren soll. Affiliate Marketing braucht relevante Besucher, welche über Keywords kommen, die zu Umsatz führen.

Wenn generelle Traffic-Rankings weniger werden, klicken auch weniger Besucher auf Adsense Links.

Und wenn die Rankings für Umsatzstarke Keywords reihenweise wegbrechen, verwundert es auch nicht, dass Affiliate Links nicht funktionieren.

Google mag keine Affiliate Seiten

Nun macht es ja schon länger die Runde, dass Thin-Affiliate Sites von Google mehr oder weniger abgestraft werden. Der Umgang mit den Brands in den SERPS zeigt meiner Meinung nach, dass Google diesen Weg weiter gehen wird.

Ein Umstand, der an sich ja nicht wirklich schlimm ist, denn solche Seiten funktionieren auch oder gerade mit PPC sehr gut. In dem Fall ist dann eben der Fokus auf das richtige Partnerprogramm und die CR (Conversionrate) wichtiger als SEO.

Nichtsdestotrotz ist Affiliatemarketing ein florierender Wirtschaftszweig der Onlinemarketing Branche und gerade das in jüngster Zeit an den Tag gelegte Engagement einzelner Merchants und Netzwerke zeigt, dass auch zukünftig auf Affiliatemarketing gesetzt wird.

Warum also sollte Google ein Interesse haben, Affiliate Sites loszuwerden?

Wer die Geschichte Googles kennt und deren generelle Ausrichtung, der weiß, dass neben dem Credo „don`t be evil“, der Mehrwert für den User als erstrebenswertestes Ziel ausgerufen wird.

Und darin liegt die Crux. Der Großteil der Affiliate Sites bietet eben keinen Mehrwert. Mich selbst nervt es ja auch, wenn ich statt dem gesuchten Produkt oder der gewünschten Information auf einer Affiliate Seite lande.

Natürlich kann ich nur für mich und einen kleinen Personenkreis in meinem Umfeld, dessen Suchverhalten ich kenne, sprechen. Allerdings vermute ich, dass es dem einen oder anderen Leser ähnlich ergehen wird.

Von diesem Standpunkt aus betrachtet, ist es vielleicht gar keine so schlechte Idee, die Suchergebnisse von solchen Seiten zu befreien. Und ich traue Google durchaus die Fähigkeiten und Kapazitäten zu, das bekannte Affiliate-Prinzip im Laufe der nächsten Jahre vollständig aus den relevanten SERPS zu entfernen.

Deshalb bleibt nur der Schluss: Affiliatemarketing ist tot und wir müssen umdenken. Weg von billigen Schnellschuss-Aktionen. Hin zu liebevoll gepflegten und professionell strukturierten Projekten.

Linkbuilding für das moderne Affiliatemarketing

Nun soll dies kein Artikel zum Thema Linkbuilding sein. Ein Thema ist es aber dennoch, denn ich glaube, dass der Erfolg im Affiliate Marketing zukünftig noch stärker von Backlinks und deren Ausprägung abhängen wird.

Wenn viele Besucher hohe Einnahmen bedeuten, dann ist es sinnvoll, die Besucher dort abzuholen wo sie zu finden sind – und das sind nun mal auch Suchmaschinen.

Sollen viele Besucher über Suchmaschinen kommen, setzt das gute Rankings voraus und die wird es nach wie vor nur über eine vernünftige Suchmaschinenoptimierung geben.

Die Währung für gute Rankings sind Links und auch daran wird sich nie etwas ändern. Wer dieses Blog öfter liest, der kennt meine Einstellung zum Internetmarketing.

Internetmarketing ist nichts anderes als Offlinemarketing und folgt denselben Gesetzen. Im Internet wird lediglich versucht auf einer technischen Basis das normale, menschliche Verhalten nachzubilden.

Und wie im echten Leben sind es auch hier die Empfehlungen, welche für Zulauf und Umsatz sorgen. Die Empfehlungen des Webs sind Links, so dass ich glaube, dass sich an der Notwendigkeit des Linkbuildings nichts verändern wird. Wer die meisten richtigen Links hat, gewinnt.

Was sich wahrscheinlich verschärfen wird, ist die Bewertung von Links. Ich bin überzeugt, dass wir uns zukünftig mit einer Suchmaschine beschäftigen werden, die der Entstehungsgeschichte eines Links große Aufmerksamkeit zuteil werden lässt.

Dabei wird neben der Qualität auch der initiale Gedanke von Links entscheidend sein. Also mit welcher Motivation wird der Link gesetzt? All die Trust-Kriterien, die wir heute schon kennen, wie der Trust eines Links, Links von Hubs sowie Authorities werden zukünftig zwar genauso wichtig sein wie heute.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass Links zusätzlich in zwei Kategorien unterteilt werden. Die eine ist die bekannte Verlinkung zwecks Informationsweitergabe nach dem Motto: “schau doch auch mal hier, das ist auch ganz interessant.”

Und die zweite könnte von der Art sein: “wenn Du das oder jenes tun willst oder brauchst, dann nur(!) hier!” Also die klassische, echte Empfehlung aus dem Offline Bereich, nur nochmal verschärft.

Wenn ein Rechtsanwalt einen anderen empfiehlt, könnte das ja auch monetäre Hintergründe haben. Wenn er ihn aber empfiehlt, weil er selbst schon von ihm vertreten wurde, bekommt die Empfehlung ein noch stärkeres Gewicht.

Es würde mich nicht wundern, wenn beispielsweise Links aus dem Bereich Presse, Schulen/Universitäten, Städte und Gemeinden noch stärker gewertet würden, als bisher schon.

Auch Partner und Lieferanten eines Unternehmens können ein Kriterium sein. Immer vorausgesetzt, dass eine Suchmaschine solche Netzwerke erkennt. Wie sie das machen wollen? Keine Ahnung. Aber es wird so kommen.

Daraus folgere ich, dass alles, was darauf schließen lässt, dass eine Website im echten Leben „stattfindet“, von Google in naher Zukunft noch stärker positiv gewertet wird. Im Idealfall wird die Adresse einer Seite sehr oft manuell in den Browser eingegeben – ähnlich wie man das beispielsweise bei Wikipedia macht.

Dementsprechend sollte man dann auch zukünftig sein Linkbuilding in Bezug auf Affiliate Seiten betreiben.

Quo Vadis Affiliatemarketing?

Im Affiliate Marketing ist man einfach stark von Suchmaschinen abhängig. Ergo sind wir wieder bei der SEO und damit geht die Raterei los. Simon hat in seinem Artikel die Zukunft von SEO unter anderem den Ansatz verfolgt, dass das Nutzerverhalten über die Social Medias ein Rankingfaktor sein könnte.

Das glaube ich nicht, da mir die ganzen SMs zu kurze Halbwertzeiten haben. Das ist jeweils ein Hype, der innert wenigen Jahren wieder durch etwas anderes ersetzt wird. Vor noch nicht einmal einem Jahr gab es im Stern oder Spiegel (ich weiß es nicht mehr) einen Artikel, in dem sich eine junge Frau testweise aus den Social Medias zurückgezogen hat. Der Hauptaufhänger: StudiVZ.

Würde man den Artikel heute nochmal schreiben, wäre StudiVZ nur eine Erwähnung am Rande wert und der Fokus läge auf Facebook. Sicherlich spielen auch SMs für das Ranking eine Rolle aber aufgrund der Fluktuation und der leichten Manipulierbarkeit wohl eher nur eine untergeordnete.

Ich glaube, wer zukünftig als Affiliate sein Geld verdienen will, sollte neue Projekte unter Berücksichtigung von Offline-Kriterien mit einem erheblich größeren Zeithorizont aufsetzen. Ein Jahr wäre wohl das mindeste, zwei bis drei Jahre wären besser.

Wer bestehende Projekte erfolgreich betreibt, sollte langsam damit beginnen, den Content auszubauen und Offlinemarketing Aktionen in Betracht ziehen.

Überhaupt glaube ich, dass die Chancen und Möglichkeiten, die sich aus Offline-Aktionen ergeben, von vielen noch gar nicht so richtig wahrgenommen werden. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich eher aus dem old school Bereich komme und weiß, welche mächtigen Hebel es dort gibt.

Da ist es immer angenehm, wenn man auch im Online Bereich auf SEOs trifft, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen. Der Seonaut ist da so ein Paradebeispiel, der für mich ganz stark dafür steht, gerade im Bereich SEO auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen.

Natürlich ist das Thema zu umfangreich, um es wirklich von allen Seiten zu beleuchten. Deshalb kann und soll dieser Artikel auch nur ein Auszug daraus sein. Für alle, die es etwas genauer wissen wollen, startet nächste Woche auf diesem Blog ein Affiliate Marketing Tutorial. Dort wird Schritt für Schritt ein mögliches Affiliate Modell beschrieben.

Vielleicht hat ja der eine oder andere noch besondere Themenwünsche, auf die besonders eingegangen werden soll? Wenn ja, dann immer her damit in die Kommentare oder über email an mich. Bis dahin wünsche ich wie immer viel Erfolg bei der Online Arbeit…

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2 Kommentare zu „Affiliate Marketing ist tot!“

  • Andreas Herrmann:

    Diesen Worten kann ich nur beipflichten. Ich denke auch, dass Affiliate nicht wirklich Zukunft hat oder vielleicht sogar wirklich schon beerdigt ist.

  • Thema verfehlt. Setzen, Sechs! Dafür gibts keinen Link.